Ein Buch, das Aufmerksamkeit verdient!
Das Buch “Zugwind” von Iryna Fingerova ist ein sehr aktuelles Buch, das Aufmerksamkeit verdient. Das Cover ist wunderschön gestaltet in warmen Farben mit einer Frauengestalt, deren Kopf durch eine Löwenzahnblume verdeckt wird.
Das Buch handelt von Mira, einer Ärztin und Poetin aus der Ukraine, die in Deutschland als Ärztin arbeitet und mit Mann und Tochter in Ostdeutschland lebt. Vermutlich ist so manch biographisches Element in das Buch eingewebt, denn auch die Autorin stammt aus der Ukraine und ist Ärztin und Schriftstellerin und lebt in Deutschland.
Mira stammt aus Odesa, lebt aber schon eine Weile in Deutschland, als in der Ukraine die russische Vollinvasion stattfindet. Im Verlauf sammeln sich ukrainische PatientInnen in der Hausarztpraxis, in der sie tätig ist, und das nicht immer nur mit körperlichen Beschwerden, sondern auch, weil sie sich verstanden und gesehen fühlen in all dem, was Flüchtlinge beschäftigt und quält. Mit einem feinen Gespür für menschliche Abgründe erzählt Iryna Fingerova von vielen kurzen Patientenschicksalen und bringt uns damit die tiefen Probleme näher, die durch Entwurzelung, Flucht, Krieg, Heimweh, Ungewissheit, Schuldgefühle... auftreten können. Und auch Mira selbst findet sich immer wieder zerrissen zwischen Dankbarkeit für ihr privilegiertes Leben und Schuldgefühlen wieder, zwischen Heimweh und Angst vor Krieg und Leid, zwischen Unterstützung aus der Ferne und der Sehnsucht, vor Ort zu sein, zwischen Verantwortung als Ukrainerin und Verantwortung für ihre Tochter und deren Glück... Es sind sehr grundlegende Fragen, die sie beschäftigen, wie ‘wieviel Glück ist erlaubt während Freunde und Verwandte in direkter Gefahr leben’ oder ‘wie kann ich meiner Tochter trotz allem eine glückliche Kindheit schenken’?
Mit kurzen Absätzen, eingewobener Poesie, kleinen magischen Elementen, Geschichten aus Patientenleben und aus Miras Leben entsteht ein kurzweiliger Roman, der hilft besser zu verstehen, was in Menschen vorgeht, die in zwei Kulturen gleichzeitig zuhause sind, oder die aus ihrer Kultur fliehen mussten und nun versuchen, in einer ganz neuen Welt Fuß zu fassen. Er handelt von Heimatgefühl, Zerrissenheit, Verbundenheit, Schuldgefühlen, Hoffnung, Mut, Angst und dem Wind, der durch ein unsicheres Leben weht und dem Roman seinen Titel gibt. Die Autorin zeichnet mit feinen Linien ein Bild von MIra, wie sie versucht, ihren eigenen Weg zu finden, dabei Grenzen austestet, fast zerrissen wird zwischen Anspruch und Wirklichkeit und am Ende feststellt, dass auch sie ein Recht auf Leben und Glück hat...
Es ist ein Buch, das sehr aktuell die Situation der in Deutschland lebenden UkrainerInnen beschreibt und einen großen Beitrag zu einer besseren Verständigung mit Flüchtlingen generell leisten kann. Und es lässt einen mit der Frage zurück, was man selbst in so einer Situation machen würde, bleiben oder fliehen, in dem Wissen, dass keine Lösung nur gut wäre. Es schafft Verständnis für die Zerrissenheit, für Beweggründe, für Entscheidungen. Für mich neu waren auch die Gedanken über das Leben im Kriegsland, wie wichtig und richtig der Versuch ist, einen möglichst ‘normalen’ Alltag zu leben, dem Krieg und der dauernden Gefahr zu trotzen, um bei Verstand zu bleiben.
Eine klare Leseempfehlung von mir!
Das Buch handelt von Mira, einer Ärztin und Poetin aus der Ukraine, die in Deutschland als Ärztin arbeitet und mit Mann und Tochter in Ostdeutschland lebt. Vermutlich ist so manch biographisches Element in das Buch eingewebt, denn auch die Autorin stammt aus der Ukraine und ist Ärztin und Schriftstellerin und lebt in Deutschland.
Mira stammt aus Odesa, lebt aber schon eine Weile in Deutschland, als in der Ukraine die russische Vollinvasion stattfindet. Im Verlauf sammeln sich ukrainische PatientInnen in der Hausarztpraxis, in der sie tätig ist, und das nicht immer nur mit körperlichen Beschwerden, sondern auch, weil sie sich verstanden und gesehen fühlen in all dem, was Flüchtlinge beschäftigt und quält. Mit einem feinen Gespür für menschliche Abgründe erzählt Iryna Fingerova von vielen kurzen Patientenschicksalen und bringt uns damit die tiefen Probleme näher, die durch Entwurzelung, Flucht, Krieg, Heimweh, Ungewissheit, Schuldgefühle... auftreten können. Und auch Mira selbst findet sich immer wieder zerrissen zwischen Dankbarkeit für ihr privilegiertes Leben und Schuldgefühlen wieder, zwischen Heimweh und Angst vor Krieg und Leid, zwischen Unterstützung aus der Ferne und der Sehnsucht, vor Ort zu sein, zwischen Verantwortung als Ukrainerin und Verantwortung für ihre Tochter und deren Glück... Es sind sehr grundlegende Fragen, die sie beschäftigen, wie ‘wieviel Glück ist erlaubt während Freunde und Verwandte in direkter Gefahr leben’ oder ‘wie kann ich meiner Tochter trotz allem eine glückliche Kindheit schenken’?
Mit kurzen Absätzen, eingewobener Poesie, kleinen magischen Elementen, Geschichten aus Patientenleben und aus Miras Leben entsteht ein kurzweiliger Roman, der hilft besser zu verstehen, was in Menschen vorgeht, die in zwei Kulturen gleichzeitig zuhause sind, oder die aus ihrer Kultur fliehen mussten und nun versuchen, in einer ganz neuen Welt Fuß zu fassen. Er handelt von Heimatgefühl, Zerrissenheit, Verbundenheit, Schuldgefühlen, Hoffnung, Mut, Angst und dem Wind, der durch ein unsicheres Leben weht und dem Roman seinen Titel gibt. Die Autorin zeichnet mit feinen Linien ein Bild von MIra, wie sie versucht, ihren eigenen Weg zu finden, dabei Grenzen austestet, fast zerrissen wird zwischen Anspruch und Wirklichkeit und am Ende feststellt, dass auch sie ein Recht auf Leben und Glück hat...
Es ist ein Buch, das sehr aktuell die Situation der in Deutschland lebenden UkrainerInnen beschreibt und einen großen Beitrag zu einer besseren Verständigung mit Flüchtlingen generell leisten kann. Und es lässt einen mit der Frage zurück, was man selbst in so einer Situation machen würde, bleiben oder fliehen, in dem Wissen, dass keine Lösung nur gut wäre. Es schafft Verständnis für die Zerrissenheit, für Beweggründe, für Entscheidungen. Für mich neu waren auch die Gedanken über das Leben im Kriegsland, wie wichtig und richtig der Versuch ist, einen möglichst ‘normalen’ Alltag zu leben, dem Krieg und der dauernden Gefahr zu trotzen, um bei Verstand zu bleiben.
Eine klare Leseempfehlung von mir!