eine Frauen zwischen den Welten
Worum geht es?
Mira, ursprünglich aus der Ukraine, ist vieles: Frau, Ärztin, Poetin, Mutter, Jüdin. Ihre Poesie verliert sie, dadurch auch ein bisschen sich selbst. Sie schwebt zwischen den Welten und verliert ihren Halt.
Worum geht es wirklich?
Trauer, Identität und Sehnsucht.
Lesenswert?
Ja, auch wenn ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte, in die Lektüre reinzufinden. Zu Beginn erschien es mir eher belanglos und uninteressant, da der Fokus viel auf Miras Leben als Ärztin in Deutschland liegt. Sie arbeitet in einer Hausarztpraxis und viele Ukrainer*innen kommen in ihre Sprechstunde. Einerseits für Gesundheitsthemen, andererseits um über den Krieg und die Angst zu sprechen.
Diesen Aspekt fand ich sehr bewegend, da er ganz nebenbei einfließt und immer mehr Raum einnimmt, so wie er auch in der Protagonistin immer mehr Raum benötigt.
Trotzdem sind die medizinischen Kurzerklärungen auf Dauer etwas ausufernd und teilweise inhaltlich auch nicht korrekt (aufgefallen ist mir dies am Beispiel der Blasenentzündung und ihrer Behandlung).
Im Verlaufe des Buchs verlagert sich Miras Schwerpunkt und sie träumt von ihrer Zeit in Odessa, spürt einen ständigen Sog, den titelgebenden Zugwind.
Mira ist eine vielschichtige und daher sehr lebensnahe Figur, die vieles in sich vereint. Nicht jede ihrer Entscheidungen kann man nachvollziehen, aber das macht sie noch realistischer.
Sprachlich (Übersetzung Jakob Walosczyk) ist das Buch angenehm und gut lesbar, je mehr sich Mira mit ihrer Poesie beschäftigt desto poetischer werden auch einzelne Passagen.
Die Geschichte und all die Geschichten der Ukrainier*innen sind bewegend und hinterlassen ein dumpfes schmerzhaftes Gefühl bei der Lektüre.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man vielleicht auch eine Person zwischen verschiedenen Welten ist und nicht vor schwereren Themen zurückschreckt.
Mira, ursprünglich aus der Ukraine, ist vieles: Frau, Ärztin, Poetin, Mutter, Jüdin. Ihre Poesie verliert sie, dadurch auch ein bisschen sich selbst. Sie schwebt zwischen den Welten und verliert ihren Halt.
Worum geht es wirklich?
Trauer, Identität und Sehnsucht.
Lesenswert?
Ja, auch wenn ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte, in die Lektüre reinzufinden. Zu Beginn erschien es mir eher belanglos und uninteressant, da der Fokus viel auf Miras Leben als Ärztin in Deutschland liegt. Sie arbeitet in einer Hausarztpraxis und viele Ukrainer*innen kommen in ihre Sprechstunde. Einerseits für Gesundheitsthemen, andererseits um über den Krieg und die Angst zu sprechen.
Diesen Aspekt fand ich sehr bewegend, da er ganz nebenbei einfließt und immer mehr Raum einnimmt, so wie er auch in der Protagonistin immer mehr Raum benötigt.
Trotzdem sind die medizinischen Kurzerklärungen auf Dauer etwas ausufernd und teilweise inhaltlich auch nicht korrekt (aufgefallen ist mir dies am Beispiel der Blasenentzündung und ihrer Behandlung).
Im Verlaufe des Buchs verlagert sich Miras Schwerpunkt und sie träumt von ihrer Zeit in Odessa, spürt einen ständigen Sog, den titelgebenden Zugwind.
Mira ist eine vielschichtige und daher sehr lebensnahe Figur, die vieles in sich vereint. Nicht jede ihrer Entscheidungen kann man nachvollziehen, aber das macht sie noch realistischer.
Sprachlich (Übersetzung Jakob Walosczyk) ist das Buch angenehm und gut lesbar, je mehr sich Mira mit ihrer Poesie beschäftigt desto poetischer werden auch einzelne Passagen.
Die Geschichte und all die Geschichten der Ukrainier*innen sind bewegend und hinterlassen ein dumpfes schmerzhaftes Gefühl bei der Lektüre.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man vielleicht auch eine Person zwischen verschiedenen Welten ist und nicht vor schwereren Themen zurückschreckt.