Fern der Heimat

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annek Avatar

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Es ist ein ungewöhnlicher Blick auf den Ukraine- Krieg, den uns der Roman von Iryna Fingerova erlaubt. Die Erzählerin ist in vielerlei Hinsicht betroffen und dennoch gegenüber ihren Landsleuten in privilegierter Position. Sie lebt schon seit mehreren Jahren in Deutschland und wird nun auch in ihrer Arbeit mit diesem Krieg und seinen Auswirkungen konfrontiert.
Es ist interessant, wie sie die Situation und die Befindlichkeiten ihrer nach Deutschland geflohenen Landsleute beschreibt. Das geschieht mit viel Sympathie und Verständnis. Auch die Schilderungen ihrer Erlebnisse in Odesa sind bewegend. "Heimat" erhält eine ganz spezielle Bedeutung, ist natürlich mit Erinnerung an die Kindheit und an friedliche Zeiten verbunden, aber auch als Synonym für Zugehörigkeit zu verstehen.
Der Erzählerin gelingt es sehr eindrucksvoll, das Schicksal der Ukrainer aus einer etwas anderen Perspektive darzustellen.