Netter Mädels-/Frauenabend in Buchform

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Locker, ehrlich und mit einer guten Prise Humor erzählen die beiden Autorinnen in „Zum ersten Mal“ von ihrem Weg ins Erwachsen- und Frauwerden. Dabei nehmen sie kein Blatt vor den Mund: Zwischen erster Menstruation, unpassenden Kommentaren, Essstörungen, Verliebtheit und Freundschaft beleuchten sie all die schönen, schrägen und auch unangenehmen Seiten des Erwachsenwerdens.

Das Buch fühlt sich an wie ein langer, vertrauter Abend mit guten Freundinnen, bei dem man gemeinsam lacht, inne hält und merkt: „Ja, genau so war das bei mir auch.“ Besonders beeindruckend ist die Offenheit, mit der beide Autorinnen über sehr persönliche Erfahrungen sprechen – ohne Pathos, aber mit viel Wärme und Menschlichkeit.

Durch den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart bleibt das Lesen abwechslungsreich, man springt förmlich mit den Autorinnen durch verschiedene Lebensphasen. Allerdings ging mir dabei stellenweise etwas der rote Faden verloren; einige Übergänge wirkten ein wenig abrupt. Dennoch überwiegt das Gefühl, diesen ehrlichen, authentischen Stimmen gerne zuzuhören.

„Zum ersten Mal“ ist ein Buch, das man sich als junges Mädchen oder junge Frau gewünscht hätte – tröstlich, witzig und unglaublich echt.