Wenn Pferde uns den Spiegel vorhalten.

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fönbo Avatar

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Annica Hansen schreibt hier kein oberflächliches Hochglanz-Buch über den perfekten Reitsport. Stattdessen nimmt sie uns mit in ihre ganz persönliche Krise, als ihre Stute Cobie plötzlich nicht mehr funktioniert.

Stark finde ich die Erkenntnis, dass oft nicht das Pferd repariert werden muss, sondern der Mensch umdenken sollte. Cobie wird in diesem Text zu einem regelrechten Spiegel für Annicas eigene Muster und Lebensentscheidungen.

Die offene Art, mit der die Autorin über ihre Fehler und Selbstzweifel spricht, wirkt unglaublich mutig und sympathisch. Der Reitsport wird hier kritisch hinterfragt, was in der heutigen Szene längst überfällig ist.

Der Text berührt eine tiefere Ebene, die weit über ein reines Sachbuch über Pferdehaltung hinausgeht. Ich mag den nahbaren, fast schon intimen Schreibstil, der ganz ohne erhobenen Zeigefinger auskommt.

Das Cover fängt diese emotionale und tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Tier perfekt ein.

Für mich ist diese Geschichte eine echte Einladung, öfter mal innezuhalten und radikal ehrlich zu sich selbst zu sein.