Poetische Magie
Dieser Roman entfaltet eine leise, poetische Magie, die sich erst nach und nach entfaltet. Die Idee, dass eine Figur aus einem Gemälde heraus liebt, beobachtet und begehrt, ist nicht nur originell, sondern auch überraschend berührend umgesetzt. Besonders schön ist die sinnliche Sprache: Farben, Licht und Bewegung wirken fast greifbar und lassen die Grenzen zwischen Kunst und Wirklichkeit verschwimmen. Die Beziehung zwischen Jean und Claire fühlt sich zart und sehnsüchtig an, gleichzeitig liegt über allem eine feine Melancholie, weil das Glück nie ganz sicher ist. Ein verträumtes, bildstarkes Buch über Liebe, Wahrnehmung und den Wunsch, Teil einer anderen Welt zu sein.