Zwischen Bildern und Möglichkeiten

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katercarlo Avatar

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Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, in einen Raum aus Spiegeln zu treten. In der Leseprobe von „Zwei in einem Bild“ erlebe ich, wie Identität nicht feststeht, sondern sich verschiebt, je nachdem, aus welchem Blickwinkel ich schaue. Besonders berührt hat mich, wie leise und zugleich eindringlich die innere Zerrissenheit spürbar wird. Ich habe mich dabei ertappt, eigene Entscheidungen zu hinterfragen: Wie viele Versionen von mir existieren eigentlich nebeneinander? Die Sprache wirkt auf mich klar, fast kühl, und doch liegt darunter eine große emotionale Tiefe. Ich mochte, dass nicht alles erklärt wird. Stattdessen bleiben Zwischenräume, die ich selbst füllen muss. Genau das hat die Leseprobe für mich so intensiv gemacht. Ich lese nicht nur, ich denke weiter. Für mich verspricht das Buch eine Geschichte über Selbstwahrnehmung, Wahrheit und die Angst, sich selbst zu verlieren.