zwischen Leinwand und Leben
Die Leseprobe zu „Zwei in einem Bild“ von Morgan Pager hat mich sofort in ihren Bann gezogen, bereits das Cover wirkt kunstvoll und geheimnisvoll und passt perfekt zur musealen Atmosphäre der Geschichte. Der Schreibstil ist ruhig, poetisch und zugleich sehr bildhaft, sodass man sich mühelos durch die Galerieräume bewegt. Besonders spannend ist die ungewöhnliche Perspektive, aus der erzählt wird – sie verleiht der Handlung etwas Magisches und Melancholisches. Die Figuren, allen voran Claire und der Ich-Erzähler, wirken fein gezeichnet und emotional greifbar. Der Spannungsaufbau ist leise, aber stetig, getragen von Neugier und Andeutungen. Ich erwarte eine tiefgründige Geschichte über Kunst, Wahrnehmung und Nähe und möchte gerne weiterlesen, um die Entwicklung dieser besonderen Verbindung zu erfahren.