Eine Idee ohne Ausarbeitung

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Das Buch „Zwei in einem Bild“ hinterlässt den Eindruck einer interessanten Grundidee, die jedoch nicht konsequent entwickelt wurde. Ausgangspunkt und Ansatz wirken zunächst vielversprechend, fast spielerisch und offen für unterschiedliche Deutungen. Doch im Verlauf entsteht eher das Gefühl einer Aneinanderreihung von Momenten, die sich nicht zu einer tragenden Gesamtstruktur verdichten.
Statt erzählerischer Tiefe oder einer klaren inhaltlichen Führung dominiert stellenweise ein überzeichneter, fast sketchartiger Ton, der in Richtung Klamauk kippt. Dadurch verlieren mögliche Spannungen oder stillere Zwischentöne an Wirkung. Einzelne Bild- und Szenenideen bleiben dadurch eher fragmentarisch und wirken nicht ausreichend miteinander verbunden.
Insgesamt entsteht ein Eindruck von Unausgewogenheit zwischen Anspruch und Umsetzung, bei dem die Grundidee sichtbar bleibt, aber nicht wirklich ausgearbeitet wird.
Schade.