Portrait der Familie (Musikzimmer)
Endlich hat sie eine Arbeit, auch wenn es nur die Nachtschicht in einer Putzkolonne ist. Aber sie darf in einer Galerie die Böden wischen und Claire liebt die Bilder. Sie könnte sie immer betrachten. Was sie nicht ahnt, bei der Galerie handelt es sich um ein ganz besonderes Museum. Seit ungefähr hundert Jahren hängen die Bilder in der selben Formation und der inzwischen verstorbene Stifter hat verfügt, dass daran nichts geändert werden darf. Irgendwann sind die Bilder lebendig geworden und die dargestellten Personen können die Besucher des Museums beobachten. Claire weiß das nicht, aber sie fühlt es.
Gemälde, aus denen heraus die Museumsbesucher betrachtet werden können als wären die selbst die dargestellte Welt. Welch ungewöhnliche Vorstellung und bei Claire handelt es sich nicht einfach nur um eine Putzfrau. Sie betrachtet die Bilder mit besonderem Interesse. Vielleicht kann sie die Szenen mit ihrem ganzen Sein erfassen. Manchmal hat Claire das Gefühl, dass sich die Personen auf den Bildern bewegen. Ein Gemälde entwickelt eine herausragende Anziehungskraft auf sie. Liest der junge Mann im Vordergrund wirklich nur in seinem Buch oder blinzelt er in ihre Richtung? Am liebsten möchte Claire sich in das Bild hineinfallen lassen.
Auch wenn auf dem Cover nicht das Portrait der Familie (Musikzimmer) von 1917 abgebildet ist, kann die Gestaltung des Buchumschlags begeistern. Die kleinen Entdeckungen sollten jedem Betrachter und jeder Betrachterin selbst vorbehalten sein. Ob man dann schaut, ob es das genannte Bild wirklich gibt und ob die Stimmung des Bildes im Roman gut eingefangen ist, kann natürlich auch jeder selbst herausfinden.
Die Geschichte von Claire und Jean wirkt wie ein hingehauchter Traum. So wie Claire durch die Ausstellungsräume wandelt, da möchte man selbst gerne putzen gehen und sich den phantasievollen Gedankenspielen hingeben. Doch was, wenn das wahr wäre? Und Jean, der als das Bild gemalt wurde auf dem Weg in den Krieg war? Im Bild konnte er diesem Schicksal entgehen. Vielleicht wird es in einigen wenigen Passagen etwas zu simpel oder zu gefühlig. Doch gerade wenn das einen von der wunderbaren Reise durch das Museum ablenken will, nimmt einen die Handlung wieder gefangen. Ein wenig würde man selbst gerne in eines der Gemälde schlüpfen, in eine friedlichere oder bessere Zeit. Es bleibt das Gefühl, dass diese Idee darauf gewartet hat, geschrieben zu werden.
4,5 Sterne
Gemälde, aus denen heraus die Museumsbesucher betrachtet werden können als wären die selbst die dargestellte Welt. Welch ungewöhnliche Vorstellung und bei Claire handelt es sich nicht einfach nur um eine Putzfrau. Sie betrachtet die Bilder mit besonderem Interesse. Vielleicht kann sie die Szenen mit ihrem ganzen Sein erfassen. Manchmal hat Claire das Gefühl, dass sich die Personen auf den Bildern bewegen. Ein Gemälde entwickelt eine herausragende Anziehungskraft auf sie. Liest der junge Mann im Vordergrund wirklich nur in seinem Buch oder blinzelt er in ihre Richtung? Am liebsten möchte Claire sich in das Bild hineinfallen lassen.
Auch wenn auf dem Cover nicht das Portrait der Familie (Musikzimmer) von 1917 abgebildet ist, kann die Gestaltung des Buchumschlags begeistern. Die kleinen Entdeckungen sollten jedem Betrachter und jeder Betrachterin selbst vorbehalten sein. Ob man dann schaut, ob es das genannte Bild wirklich gibt und ob die Stimmung des Bildes im Roman gut eingefangen ist, kann natürlich auch jeder selbst herausfinden.
Die Geschichte von Claire und Jean wirkt wie ein hingehauchter Traum. So wie Claire durch die Ausstellungsräume wandelt, da möchte man selbst gerne putzen gehen und sich den phantasievollen Gedankenspielen hingeben. Doch was, wenn das wahr wäre? Und Jean, der als das Bild gemalt wurde auf dem Weg in den Krieg war? Im Bild konnte er diesem Schicksal entgehen. Vielleicht wird es in einigen wenigen Passagen etwas zu simpel oder zu gefühlig. Doch gerade wenn das einen von der wunderbaren Reise durch das Museum ablenken will, nimmt einen die Handlung wieder gefangen. Ein wenig würde man selbst gerne in eines der Gemälde schlüpfen, in eine friedlichere oder bessere Zeit. Es bleibt das Gefühl, dass diese Idee darauf gewartet hat, geschrieben zu werden.
4,5 Sterne