Herzerwärmend und magisch

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
lesepixie Avatar

Von

Das Cover zeigt ein Bild, auf dem zwei Personen in einem Boot liegen, was sehr gut zum Titel und zur Geschichte, die im Buch erzählt wird, passt, auch wenn diese Szene so nicht darin vorkommt.
Claire, die immer knapp bei Kasse ist, bekommt unversehens eine Anstellung als Reinigungskraft im Museum (es handelt sich hierbei um das Museum der Barnes Foundation in Philadelphia). Anders als ihre Kollegin Linda begeistert sie sich für die Bilder, die sie umgeben. Sie betrachtet sie eingehend und bemerkt, dass der junge Jean Matisse, der ihr sehr gut gefällt, sie aus dem Bild, das sein Vater Henri Matisse von seiner Familie gemalt hat, beobachtet.
Schon als Kind hatte Claire eine magische Fähigkeit, mit Bildern zu interagieren. Diese wendet sie nun an und verbringt fortan einen Teil ihrer Arbeitszeit zusammen mit Jean in den Bildern.
Dabei erfährt der Leser nebenbei, wie das Leben der dargestellten Personen in den Bildern für diese ist, wie sie die Besucher und Mitarbeiter wahrnehmen und was sie tun, sobald das Museum schließt.
Jean und der Leser erfahren nur stückcgenweise, wie Claires Leben außerhalb des Museums aussieht. Wird sie es dauerhaft gegen das Leben mit Jean eintauschen? Ginge das überhaupt? Was würde passieren, wenn jemand von ihren Ausflügen in die Bilder erführe?
Die Geschichte ist herzerwärmend. Sie wird abwechselnd von Claire und von Jean erzählt, so dass der Leser mit beiden mitfiebern kann.
Mir persönlich hat dieses sehr leicht und schnell zu lesende Buch außerordentlich gut gefallen.