Eine winterliche Auszeit im Schwarzwald.

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fönbo Avatar

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Die Leseprobe von Christiane Wolter versetzt einen in eine wunderbar behagliche Stimmung.

Die Idee, die traditionellen Rauhnächte als Rahmen für eine emotionale Selbstfindung zu nutzen, finde ich absolut gelungen. Die Protagonistin Anne, die nach einer schmerzhaften Trennung die Flucht in eine einsame Hütte antritt, war mir in ihrer Verletzlichkeit auf Anhieb sympathisch. Ihr Wunsch, aus dem gewohnten Hamsterrad der Verpflichtungen auszubrechen und einfach mal nur für sich zu sein, ist unglaublich nachvollziehbar beschrieben.

Gut gefällt mir der flüssige, bildhafte Schreibstil, der die winterliche Kulisse lebendig vor dem inneren Auge entstehen lässt. Auch die Begegnung mit dem charmanten Vermieter Jonas deutet bereits an, dass auf Anne nicht nur spirituelle Erkenntnisse warten.

Die behutsam eingewobenen Elemente wie Räucherrituale und Wunschzettel machen richtig Lust darauf, sich selbst intensiver mit diesem Brauchtum zu beschäftigen.

Für mich strahlt dieser Roman eine angenehme Entschleunigung aus, die in die kalte Jahreszeit passt. Die Geschichte wirkt wie eine literarische Umarmung, die Trost spendet und Mut für einen Neuanfang macht.

Das wunderschön gestaltete Cover fängt diese mystische, gemütliche Atmosphäre übrigens ganz hervorragend ein.