Ein Rauhnachtguide und ein Leben

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Mir ging es wie Anne – ich habe mich ohne Wissen darüber und ohne generell daran zu glauben auf den Gedanken an die Raunächte und das Buch eingelassen. Cover und Titel haben mich an ein cosy, magisches Buch glauben lassen – letztendlich hat es mir gut gefallen, war allerdings deutlich weniger magisch, beziehungsweise auf eine andere Art und Weise magisch. Nachdem ihr Mann die Scheidung möchte und ihr anschließend kurz vor Weihnachten in Aussicht stellt, dieses Fest mit seiner neuen Freundin zu verbringen, löst das in ihr eine Kurzschlussreaktion aus: sie bucht sich eine Hütte in den Bergen und flieht. Dort angekommen gibt ihr ihre Freundin ein Journal und 12 Aufgaben – für jede Rauhnacht eine. Ich fand die Aufgaben, die Hintergründe zu dem Gedanken hinter den Rauhnächten und die Rituale sehr spannend und interesssant. Liebevoll für Anna von ihrer Freundin ausgestaltet, waren diese für mich das Herzstück und Highlight des Buches. Die Durchführung durch Anne war teilweise dann in meinen Augen etwas kurz abgehandelt und nur so halb durchdacht. Dafür gibt es von meiner Seite einen Stern Abzug. Sprachlich war es locker und einfach zum Lesen gestaltet, ich bin in einen angenehmen Lesefluss gekommen und hatte damit eine gute Zeit. Insgesamt ein schöner Weihnachtsroman, mit cozy Momenten, aber auch vielen Anregungen zur Selbstreflektion zum neuen Jahr – daher eine starke Empfehlung und 4 Sterne von meiner Seite.