Magischer Winterzauber und Selbstfindungstrip
Die 40jährige Anne hat schwer daran zu knabbern, dass ihre Ehe mit Carsten zerbrochen ist. Weihnachten wollen sie aber dennoch zusammen mit ihren zwei Kindern bei Carstens Mutter Else feiern. Als Carsten seine neue Freundin zu Heiligabend mitbringen will, gibt das Anne den Rest. Auf den Rat ihrer Freundin Gesa bucht Anne kurz entschlossen eine einsame Hütte im Schwarzwald, um dort Rituale der sogenannten Raunächte durchzuführen und zu sich selbst zu finden.
Besinnlich, tiefschürfend, zu Herzen gehend, wunderschön! Das Buch beschreibt nicht nur eindrucksvoll Annes Reise zu sich selbst, sondern gibt tiefe Einblicke in die Kraft der Natur und die Magie der sogenannten Raunächte, der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen drei Könige. Mit langen Spaziergängen, Begegnungen mit einem Hirsch und einem attraktiven Mann und vor allem durch die Beschäftigung mit sich selbst gelingt es Anne, wieder Selbstbewusstsein zu erlangen und positiv in die Zukunft zu schauen. Mir selbst waren die Rituale der Raunächte und ihre spirituelle Bedeutung unbekannt und ich fand es daher sehr interessant, darüber etwas zu erfahren.
Sehr gut gelungen ist der Autorin die Beschreibung von Annes innerer Zerrissenheit, ihrer Liebe zu ihren Kindern und ihre Angst, sich immer mehr selbst zu verlieren. Sie hat gute Miene zum bösen Spiel gemacht und ihre Ängste und Gefühle heruntergeschluckt. Mir hat gefallen, dass die Geschichte nie ins Lächerliche und betont Esoterische abdriftet. Einfühlsam beschreibt die Autorin Annes Zeit in der Hütte, die liebevollen Geschenke ihrer besten Freundin Gesa, von denen sie wie bei einem Adventskalender jeden Tag eines aufmachen darf und das für den Tag vorgesehene Ritual durchführen soll. Anne ist selbst ein pragmatischer Mensch und steht Räucherstäbchen-Ritualen eher skeptisch gegenüber, lässt sich aber auf die Aufgaben und Fragestellungen ein und nimmt einiges mit einer guten Prise Humor. Die Beschäftigung mit den Fragen ihres Lebens, mit alten Wunden aus der Vergangenheit und ihrer eigenen Familie lässt sie tief in sich selbst eintauschen und manche unbequeme Wahrheit an Licht kommen. Die Mischung aus Spiritualität und Realismus lässt Spielraum und eigene Interpretationen zu und nimmt jeden Druck weg, zu etwas gezwungen zu werden, was man nicht tun möchte.
Fazit: Das eher dünne Buch kommt mit einem wunderschönen Cover daher und lässt einen tief und intensiv in die Magie der Raunächte eintauchen. An Annes Beispiel kann man sehen, wie schwer es ist, sich selbst zu reflektieren und sich unbequemeren Wahrheiten zu stellen. Es macht aber auch Spaß zu sehen, wie Anne patent und humorvoll die Aufgaben meistert und schließlich hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Das Buch ist daher für besinnliche Lesestunden hervorragend geeignet.
Besinnlich, tiefschürfend, zu Herzen gehend, wunderschön! Das Buch beschreibt nicht nur eindrucksvoll Annes Reise zu sich selbst, sondern gibt tiefe Einblicke in die Kraft der Natur und die Magie der sogenannten Raunächte, der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen drei Könige. Mit langen Spaziergängen, Begegnungen mit einem Hirsch und einem attraktiven Mann und vor allem durch die Beschäftigung mit sich selbst gelingt es Anne, wieder Selbstbewusstsein zu erlangen und positiv in die Zukunft zu schauen. Mir selbst waren die Rituale der Raunächte und ihre spirituelle Bedeutung unbekannt und ich fand es daher sehr interessant, darüber etwas zu erfahren.
Sehr gut gelungen ist der Autorin die Beschreibung von Annes innerer Zerrissenheit, ihrer Liebe zu ihren Kindern und ihre Angst, sich immer mehr selbst zu verlieren. Sie hat gute Miene zum bösen Spiel gemacht und ihre Ängste und Gefühle heruntergeschluckt. Mir hat gefallen, dass die Geschichte nie ins Lächerliche und betont Esoterische abdriftet. Einfühlsam beschreibt die Autorin Annes Zeit in der Hütte, die liebevollen Geschenke ihrer besten Freundin Gesa, von denen sie wie bei einem Adventskalender jeden Tag eines aufmachen darf und das für den Tag vorgesehene Ritual durchführen soll. Anne ist selbst ein pragmatischer Mensch und steht Räucherstäbchen-Ritualen eher skeptisch gegenüber, lässt sich aber auf die Aufgaben und Fragestellungen ein und nimmt einiges mit einer guten Prise Humor. Die Beschäftigung mit den Fragen ihres Lebens, mit alten Wunden aus der Vergangenheit und ihrer eigenen Familie lässt sie tief in sich selbst eintauschen und manche unbequeme Wahrheit an Licht kommen. Die Mischung aus Spiritualität und Realismus lässt Spielraum und eigene Interpretationen zu und nimmt jeden Druck weg, zu etwas gezwungen zu werden, was man nicht tun möchte.
Fazit: Das eher dünne Buch kommt mit einem wunderschönen Cover daher und lässt einen tief und intensiv in die Magie der Raunächte eintauchen. An Annes Beispiel kann man sehen, wie schwer es ist, sich selbst zu reflektieren und sich unbequemeren Wahrheiten zu stellen. Es macht aber auch Spaß zu sehen, wie Anne patent und humorvoll die Aufgaben meistert und schließlich hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Das Buch ist daher für besinnliche Lesestunden hervorragend geeignet.