72 Stunden bis zum Tod

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missgowest Avatar

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Sydney Hoffman hat die Gabe ihrer jüdischen Großmutter in der Stunde deren Todes übernommen. 72 Stunden vor einem Tod erscheint eine pinkfarbene Uhr über dem Kopf der todgeweihten Person, die nur Sydney sehen kann. Da Sydney am Schicksal nichts ändern kann, versucht sie das Phänomen zu ignorieren, doch Peter Beckett, ein neuer Mitschüler, kann mit seinem Optimismus ihre Perspektive auf Leben und Tod ändern und ihr eine gewisse Leichtigkeit schenken.

Das Cover zeigt Sydney und Peter in einer Umarmung im hektischen Treiben von New York City, wobei die Farbe Pink vorherrscht. Es setzt den Ton für den Hauptteil der Geschichte, als Sydney gemeinsam mit Peter die letzten Stunden von betroffenen Personen etwas versüßt. Endlich muss sie ihr großes Geheimnis nicht mehr alleine tragen.

Peter ist für mich der sympathischste Charakter dieses Jugendromans. Von seiner Lebenseinstellung kann sich so mancher eine Scheibe abschneiden. Mit Sydney bin ich leider nicht ganz warm geworden; mit ihrer Schwester Jules noch weniger. Das lag wohl zum großen Teil an deren Gedankengängen bzw. Sprüchen. Auf mich wirkte die Jugendsprache eher erzwungen statt authentisch. Ich hätte mir auch gewünscht, dass erklärt oder zumindest angedeutet wird, warum manchen Mitgliedern der Familie Hoffman der Todescountdown angezeigt wird.

„72 Stunden mit dir“ ist ein tragischer Liebesroman mit Charakteren, die länger in Erinnerung bleiben werden. Für mich ist die Geschichte dennoch nicht ganz rund, daher vergebe ich 3 von 5 Countdowns.