72 Stunden, die unter die Haut gehen

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cemadro Avatar

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„Es ist ein bisschen so, als wäre er in Licht gehüllt, und wenn man sich ihm nähert, erhellt das die eigene Dunkelheit ein wenig.
Für die Dunkelheit in mir ist kein Licht hell genug.“

Vielen dank für das Rezensionsexemplar!

Können wir bitte zuerst kurz über dieses Cover sprechen? Lange habe ich kein so wunderschönes Cover mehr gesehen. Die Protagonisten sind einfach soooootoll gezeichnet – ich war direkt verliebt.

Kurz und simpel geht es um Sydney, die Menschen sehen kann, die innerhalb der nächsten 72 Stunden sterben werden. Ein Thema, das im ersten Moment ziemlich schwer klingt, aber unglaublich gefühlvoll umgesetzt wurde.

„Vielleicht kann ich einen Nachmittag lang eine andere sein und nicht das Mädchen, das Statusupdates vom Sensenmann abonniert hat.“

Das Buch erzählt eine emotionale und gleichzeitig lehrreiche Geschichte über das Leben und den Tod. Es regt zum Nachdenken an und erinnert daran, wie wichtig es ist, jeden Tag bewusst zu leben.

„Der Tod ist nicht das Gegenteil des Lebens, sondern ein Teil davon.“

Zwischen Sydney und Peter entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein – ganz nach dem Motto #GrumpyMeetsSunshine– und trotzdem passen sie irgendwie perfekt zusammen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass ihre Beziehung noch ein kleines bisschen mehr Raum bekommen hätte.

Mein persönliches Highlight war aber Jules, Sydneys Schwester. Mit ihrer lockeren Art hat sie die Geschichte immer wieder aufgelockert und mir einige Schmunzler entlockt.

Ein weiterer Pluspunkt waren die kurzen Kapitel. Sie sorgen dafür, dass man sich ständig denkt: "Ach komm, noch eins..." – und ehe man sich versieht, ist das halbe Buch gelesen.

Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr dieses Buch meine Sicht auf das Sterben verändert hat. Das Ende hat mich emotional komplett erwischt und ja... die Tränen sind geflossen. Der Epilog war dann noch einmal unglaublich berührend und hat die Geschichte perfekt abgerundet.

⭐ 4,5/5 Sterne ⭐

Ein bewegender Roman mit einer wichtigen Botschaft, tollen Charakteren und ganz vielen Emotionen. Ein halber Stern fehlt nur, weil ich mir bei der Liebesgeschichte etwas mehr Tiefe und Intensität gewünscht hätte.