Überraschendes Lesehighlight

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mel_reads Avatar

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Ich habe nicht annähernd 72 Stunden gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Eher 30. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

Dabei habe ich beim Anblick des Covers gedacht, dass das eine typische Teenie-Schnulze ist. Nett, kurzweilig zu lesen, aber auch nichts Besonderes. Erst die Leseprobe hat mich in ihren Bann gezogen.

Im Mittelpunkt des Buchers stehen Sydney und Peter. Sydney sieht einen Countdown, wenn eine Person nur noch 3 Tage zu leben hat. Damit kommt sie nicht besonders gut klar. Sie zieht sich von der Welt zurück, ist sehr pessimistisch und zeigt depressive Züge. Peter hingegen ist ein absoluter Sonnenschein. Nett, freundlich, optimistisch und ein absoluter Bücher-Nerd. Also all das, was Sydney nun überhaupt nicht gebrauchen kann. Oder doch? Durch einen dummen Zufall erfährt Peter von Sydneys Gabe/Fluch. Nach anfänglichem Schock bringt er Sydney dazu, sich nicht mehr vor dem Countdown zu verstecken, sondern den Menschen, die „angezählt“ sind, noch eine letzte Freude zu machen. Das holt sie aus ihrem Loch heraus, bis plötzlich über Peters Kopf ein Countdown erscheint.
Mir hat das Buch vor allem aufgrund seiner Sprache gefallen. Es ist sehr modern geschrieben, so dass ich Mitte 40 vielleicht nicht jede Kleinigkeit verstanden habe, aber Jugendliche auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Und Sydneys Art habe ich einfach unheimlich gern gelesen. Sie ist schlagfertig und düster sarkastisch. Wunderbar. Vor allem mag ich die Stellen, an denen sie Peter beschreibt. Sie kann es einfach nicht fassen und ist davon total genervt, dass es jemanden gibt, dem offensichtlich noch nichts Schlimmes im Leben passiert ist und wie der personifizierte Sonnenschein durch die Gegend laufen kann.

Das Buch kommt komplett ohne Spice aus und ist dadurch auch für ein jüngeres Publikum geeignet und auch die Liebesgeschichte zwischen Peter und Sydney spielt eher eine untergeordnete Rolle.