Weiß sieht nach nichts aus, ist aber eigentlich alles.

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stardustdani Avatar

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Die Grundidee hat mich sofort an „When“ von Victoria Laurie erinnert, das ich vor einigen Jahren gelesen habe. Beide Bücher starten mit einer ähnlichen Prämisse, entwickeln sich dann aber in ganz unterschiedliche Richtungen. Während bei „When“ für mich die Spannung und der Kriminalfall im Vordergrund standen, lebt „72 Stunden mit dir“ viel mehr von seinen Figuren und den zwischenmenschlichen Momenten. Dadurch haben sich die beiden Bücher trotz der ähnlichen Ausgangsidee völlig unterschiedlich angefühlt.

Ein echtes Highlight waren für mich die vielen Anspielungen auf Bücher und bekannte Romance-Tropes. Dass die Figuren selbst darüber sprechen und schließlich sogar die klassische “Es gibt nur ein Bett”-Situation kommentieren, hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Irgendwann musste ich außerdem jedes Mal grinsen, wenn das Wort „prätentiös“ wieder gefallen ist, für mich wurde das fast zu einem kleinen Running Gag.

Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und schafft es, ernste Themen emotional zu erzählen, ohne dabei kitschig zu wirken. Auch das Cover gefällt mir gut und passt für mich perfekt zur Geschichte (die Farbgebung sagt alles).

Für mich war „72 Stunden mit dir“ eine Geschichte, die mich zum Schmunzeln und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht hat. Ich mochte die Mischung aus ernsten Themen, trockenem Humor und den vielen kleinen Buchreferenzen sehr. Wer Jugendbücher mit besonderen Figuren und einer ungewöhnlichen Idee mag, sollte dem Debüt unbedingt eine Chance geben.