K-Drama in Buchform: Je verrückter, desto besser

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bookaddict_sylvia Avatar

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Was für ein neues Leseerlebnis mit meinem ersten K-Drama, A Business Proposal war mein erstes Buch und erinnerte mich daran, warum koreanische Dramen weltweit so beliebt sind. Wer es gerne ein wenig verrückt, dramatisch und übertrieben mag, sollte dieser Geschichte unbedingt eine Chance geben.

Die Grundidee ist dabei noch erstaunlich realistisch: Hari springt für ihre Freundin bei einem Blind Date ein, weil diese ständig von ihrer Familie dazu gedrängt wird, potenzielle Ehemänner kennenzulernen. Das Problem? Ihr Date ist ausgerechnet ihr eigener Chef. Zum Glück erkennt er sie unter der dicken Schicht Make-up nicht. Obwohl Hari alles daran setzt, einen möglichst schlechten Eindruck zu hinterlassen, hat ihr Boss bereits beschlossen, die Frau von diesem Date heiraten zu wollen.

Was danach folgt, ist ein herrlich chaotisches Durcheinander aus Missverständnissen, Lügen, Verwicklungen und teilweise wirklich bizarren Situationen. Oft ist die Geschichte völlig überzogen und nicht immer besonders glaubwürdig, aber genau das macht ihren Charme aus. Ich habe mich von Anfang bis Ende bestens unterhalten gefühlt und musste mehr als einmal über die absurden Wendungen schmunzeln.

Die bekannten Tropes wie Enemies to Lovers, Fake Dating und Rich Guy x Poor Girl sind zwar vorhanden, stehen für mich aber gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Viel spannender sind die Dialoge und die vielen kleinen und grossen Verstrickungen zwischen den Charakteren. Eine Handlung, die man theoretisch auch in 50 Seiten erzählen könnte, wird hier gekonnt zu einem mehrteiligen Drama ausgebaut, ganz wie eine typische K-Drama-Serie.

Der einzige Punkt, der mir überhaupt nicht gefallen hat, war das Ende. Für mich persönlich hätte die Geschichte an dieser Stelle nicht so aufhören dürfen. Deshalb bleibt mir nur zu sagen: Buch 2 muss her, denn dieser Schluss gehört dringend umgeschrieben!