Merkwürdige Liebesgeschichte ohne Funken

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haruka Avatar

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Da ich das K-Drama schon vor einiger Zeit gesehen habe und es damals ganz unterhaltsam fand, war ich gespannt auf die Romanvorlage. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Der Einstieg fiel mir schon nicht ganz leicht. Ich konnte mich mit dem ständigen Stottern und den vielen „…“ im Schreibstil einfach nicht anfreunden. Auch wirkten die Dialoge oft künstlich und der Lesefluss wurde für mich immer wieder unterbrochen.
Mein grösstes Problem war der männliche Protagonist. Taemu war für mich von Anfang bis Ende unsympathisch. Er ist arrogant, herablassend und gebieterisch. Immer wieder verhält er sich so, als müsste sich alles nach ihm richten, und einige seiner Entscheidungen oder Aussagen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Hinzu kommen übergriffige Situationen, die von der Geschichte jedoch nicht kritisch eingeordnet werden. Stattdessen entsteht stellenweise sogar der Eindruck, dass dieses Verhalten als attraktiv dargestellt werden soll.
Dadurch konnte ich leider auch die Liebesgeschichte überhaupt nicht fühlen. Für mich gab keine Momente, in denen sich eine glaubwürdige Anziehung oder eine emotionale Verbindung zwischen den beiden Hauptfiguren aufgebaut hätte. Statt einer langsamen Kennenlernphase oder tieferen Gesprächen hatte ich oft das Gefühl, dass Gefühle einfach vorausgesetzt werden. Ich konnte deshalb nicht nachvollziehen, warum sich die Figuren plötzlich zueinander hingezogen fühlen.
Mit Hari wurde ich ebenfalls nicht richtig warm. Sie blieb für mich oft zu passiv und liess vieles einfach über sich ergehen. Die Dynamik zwischen den beiden war insgesamt überhaupt nicht mein Fall und hat auf mich eher ungesund als romantisch gewirkt.
Positiv hervorheben möchte ich, dass sich das Buch schnell lesen lässt und die Grundidee viel Potenzial hat. Für mich funktionierte sie als K-Drama allerdings deutlich besser. Dort wirkten die Figuren sympathischer, die humorvollen Szenen kamen besser zur Geltung und insgesamt hatte ich wesentlich mehr Spass beim Schauen.
Alles in allem eine nette Grundidee, die mich als Roman nicht überzeugen konnte. Wer das K-Drama bereits kennt und liebt, sollte vielleicht keine allzu hohen Erwartungen an die Buchvorlage haben.