Herrlich

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holzfrieden Avatar

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Eva Menasse schreibt über ihr Buch „Alleinruhelage“, (Was für ein Wortspiel!): „Das ist ein Buch über ein Haus und einen Garten, in der ostdeutschen Provinz, in einer idyllischen Umgebung, bevölkert, allerdings von einem rätselhaften Personal. Die Erzählerin, die als Österreicherin zwischen all den erbittert verteidigten Ossi- und Wessi-Stühlen sitzt, ähnelt mir vermutlich in manchem.“
Dieses Zitat beschreibt das Buch ziemlich gut. Die Ich-Erzählerin personifiziert ihr Haus, sie spricht mit ihm, was ihre besondere Beziehung zu diesem Haus betont. Sie gibt dem Haus mithilfe zweier polnischer Allround-Handwerker eine zweite Chance. Alla und Bolek sind zwei echte Typen die ihr und dem Haus guttun. Als die Renovierung beendet ist, der Makler es also verkaufen könnte, macht sie einen Rückzieher. Sie behält dieses Haus. Dieses Haus mit all seinen Erinnerungen, aber auch mit all seinen Chancen. Es gibt viele Rückblenden auf gute und schlechte Zeiten, die die Protagonisten in diesem Haus verbracht hat. Eva Menasse schafft es, mit ihrer besonderen Art zu erzählen, mich immer wieder zu begeistern. Das gilt auch für dieses schöne Buch. Auf der Rückseite des Covers steht: „Haus, du bist Zeuge von allem gewesen.“ Was für ein schöner passender Satz für dieses Buch. Und irgendwann gibt es dann doch noch eine Wende…