Ein Albtraum!

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zoe82 Avatar

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Andrea Mara kannte ich bisher nicht. Aber „Alles ihre Schuld“, ein Thriller über einen verschwundenen Jungen, klang vielversprechend. Worum geht es?
Marissa Irvines kleiner Sohn Milo wird vermisst. Er war zum Spielen mit seinem Klassenkameraden Jacob verabredet. Aber an der angegebenen Adresse öffnet eine fremde Frau.
Der 4-jährige Milo wurde anscheinend entführt. Von wem und warum? Eine Lösegeldforderung gibt es nicht. Eine verzweifelte Suche beginnt…
Thriller aus Irland sind immer etwas Besonderes für mich. Denn da gibt es nicht viele. Jedenfalls hat mich die Geschichte über Lügen und Geheimnisse in der Nachbarschaft sofort gepackt.
Erzählt wird die Geschichte überwiegend aus zwei Perspektiven: Marissa und Jenny, die Mutter von Jacob. Eine Wendung jagt die nächste. Nichts ist so, wie es scheint. Niemand ist der, der er zu sein scheint. Und fast jeder hat etwas zu verbergen.
Ab und zu sind Rückblenden in die Vergangenheit eingestreut. Sie zeigen, wie leicht es gewesen war, mit dem Kind zu verschwinden. „Alles ihre Schuld“ ist auch ein Buch, das Kindererziehung und Gleichberechtigung thematisiert.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Marissa schiebt Panik und Jenny fühlt sich schuldig an Milos Verschwinden. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich gut nachvollziehen. Die Auflösung ist überraschend - und schockiert.

Fazit: Eine fesselnde und zum Nachdenken anregende Lektüre. Gerne mehr davon!