Ehrlich, persönlich, nah dran
Ich habe Alt genug überraschend schnell durchgelesen. Eigentlich wollte ich immer nur noch ein Kapitel lesen, und dann war es plötzlich vorbei. Das allein spricht schon für das Buch, denn es liest sich sehr flüssig und nahbar.
Der Ton ist von Anfang an offen und direkt. Ildikó von Kürthy schreibt, als würde sie ihre Gedanken einfach laufen lassen. Über das Älterwerden, über Unsicherheiten, über dieses ständige innere Abgleichen zwischen dem, was man fühlt, und dem, was man nach außen zeigt. Vieles davon kommt einem sehr bekannt vor. Man nickt beim Lesen oft innerlich und denkt sich mehr als einmal: Ja, genau so ist es.
Besonders mochte ich die Mischung aus Humor und Ernst. Es gibt viele selbstironische Beobachtungen, bei denen man schmunzeln muss, aber darunter liegt immer etwas Ehrliches. Es geht um Rollenbilder, Erwartungen und dieses diffuse Gefühl, manchmal nicht ganz dazuzugehören, selbst dann nicht, wenn eigentlich alles gut läuft. Das wirkt nicht aufgesetzt, sondern echt.
Der Stil ist lebendig und sehr direkt. Manchmal fast schon ungefiltert, dann wieder ruhiger und nachdenklicher. Genau diese Wechsel machen das Buch für mich interessant. Gleichzeitig gab es Passagen, in denen sich Gedanken für mein Empfinden etwas zu lange im Kreis gedreht haben. Gerade bei manchen Alltagsbeobachtungen hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht, weil sie das Tempo kurz gebremst haben.
Trotzdem habe ich Alt genug sehr gern gelesen. Es fühlt sich an wie ein ehrliches Innehalten, nicht wie ein Ratgeber und auch nicht wie eine reine Sammlung von Anekdoten. Für mich ein persönliches, warmes Buch mit vielen treffenden Momenten, auch wenn es nicht durchgehend gleich stark war. Am Ende bleiben vier sehr gute Sterne.
Der Ton ist von Anfang an offen und direkt. Ildikó von Kürthy schreibt, als würde sie ihre Gedanken einfach laufen lassen. Über das Älterwerden, über Unsicherheiten, über dieses ständige innere Abgleichen zwischen dem, was man fühlt, und dem, was man nach außen zeigt. Vieles davon kommt einem sehr bekannt vor. Man nickt beim Lesen oft innerlich und denkt sich mehr als einmal: Ja, genau so ist es.
Besonders mochte ich die Mischung aus Humor und Ernst. Es gibt viele selbstironische Beobachtungen, bei denen man schmunzeln muss, aber darunter liegt immer etwas Ehrliches. Es geht um Rollenbilder, Erwartungen und dieses diffuse Gefühl, manchmal nicht ganz dazuzugehören, selbst dann nicht, wenn eigentlich alles gut läuft. Das wirkt nicht aufgesetzt, sondern echt.
Der Stil ist lebendig und sehr direkt. Manchmal fast schon ungefiltert, dann wieder ruhiger und nachdenklicher. Genau diese Wechsel machen das Buch für mich interessant. Gleichzeitig gab es Passagen, in denen sich Gedanken für mein Empfinden etwas zu lange im Kreis gedreht haben. Gerade bei manchen Alltagsbeobachtungen hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht, weil sie das Tempo kurz gebremst haben.
Trotzdem habe ich Alt genug sehr gern gelesen. Es fühlt sich an wie ein ehrliches Innehalten, nicht wie ein Ratgeber und auch nicht wie eine reine Sammlung von Anekdoten. Für mich ein persönliches, warmes Buch mit vielen treffenden Momenten, auch wenn es nicht durchgehend gleich stark war. Am Ende bleiben vier sehr gute Sterne.