Hätte ich es nur nie ausgelesen...

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Leider hat einmal jede gute Geschichte ihr Ende! "Ana und Zak" steckt voller Wortwitz und ist extrem ereignisreich. Ana erweist sich dabei als Inbegriff eines "dynamischen Charakters".

Zunächst möchte ich aber auf den Inhalt des Romans eingehen:
Ana wächst (sehr) gut behütet, oder viel eher kontrolliert auf und überzeugt durch Gehorsam, Disziplin und gute Leistungen in der Schule und im Außerschulischen.
Zak dagegen nimmt die Schule nicht sonderlich ernst. Seine Welt sind die Comic-Conventions. Als er aber kurz vor der "Washingcon" (in Seattle) von Mrs. Brinkham dazu verdonnert wird, das Quiz Bowl Team nach Seattle zu begleiten, und zwar auch noch an dem Wochenende der "Washingcon", bricht für ihn erst einmal eine Welt zusammen.
Letztlich kommt er aber doch so, dass Zak noch auf die "Washingcon" kommt, nämlich um nach Ana's dorthin verschwundenen Bruder Clayton zu suchen, der auch im Quiz Bowl Team ist. Und irgendwie kommen sich Ana und Zak auf dieser sehr erlebnisreichen Suche, man möchte sie eigentlich Odyssee nennen, näher.

Was schon einmal ein guter Indikator für die Qualität dieses Romans sein könnte: Ich finde es wirklich sehr, sehr, sehr schade, dass ich dieses Buch "ausgelesen" habe. Es sprüht nur so vor Wortwitz und witzigen und, ja auch, spannenden Situationen.
Leider verrät der Umschlag ein bisschen viel vom Ende des Buches, aber es ist trotzdem schön zu sehen, wie solch unterschiedliche Menschen wie Ana und Zak sich lieben lernen können.
Mir gefällt auch die Vielseitigkeit dieses Buches, es ist witzig, actionreich, romantisch, rührend, überraschend...

Brian Katcher legt einen überzeugenden Roman vor, auch wenn er natürlich vor allem für Jugendliche geschrieben wurde. Das tut der Autor aber handwerklich sauber.
Ob man aber jedes Ereignis für authentisch halten und "für bare Münze nehmen" muss, ist eine ganz andere Frage. Ganz sicher wurden auch Situationen etwas überspitzt dargestellt.

Insgesamt muss ich aber festhalten, dass dieser Roman beim Lesen einfach nur Spaß bereitet, sodass man gar nicht mehr damit aufhören will. Ich muss erneut sagen, dass ich es schade finde, dass ich diesen Roman "ausgelesen" habe.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, "Ana und Zak" noch einmal zu lesen (was man als großes Lob werten kann)!