Bedrohliche Familienidylle, die sofort fesselt

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markusvoll Avatar

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Bereits der unheimliche Prolog hat mich gepackt und sofort viele Fragen aufgeworfen. Danach steht Nathalies scheinbar glückliches Familienleben mit ihrem Mann Gabriel und ihrer Tochter Ruby im Mittelpunkt. Gerade der starke Gegensatz zwischen der liebevollen Familienidylle und der unterschwelligen Bedrohung erzeugt eine beklemmende Atmosphäre.

Ruby ist ein stilles und besonderes Kind, das sich kaum für andere Menschen interessiert und rätselhafte Bilder malt. Gleichzeitig versucht Nathalie, ihre Tochter um jeden Preis vor Beurteilungen und möglichen Diagnosen zu schützen. Dabei verschweigt sie jedoch einiges und belügt sogar die Kindergartenleiterin. Dadurch frage ich mich zunehmend, wie zuverlässig Nathalies Wahrnehmung tatsächlich ist.

Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und angenehm zu lesen. Die humorvollen Alltagsszenen lockern die Geschichte auf, ohne die wachsende Anspannung zu zerstören.

Ich möchte unbedingt erfahren, wer die Frau aus dem Prolog ist, was bei Rubys Geburt geschehen ist und welche Bedeutung ihre Bilder haben. Ein vielversprechender Psychothriller, den ich sehr gerne weiterlesen und auf meinem Rezensionkanal vorstellen würde