Zeit ist Macht
Nach seiner erfolgreichen Justiz-Krimi-Reihe (zusammen mit dem Rechtsmediziner Prof. Dr. Michael Tsokos) schlägt Florian Schwiecker ein neues Kapitel auf: „Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln“ ist der Auftakt einer neuen KI-Thriller-Reihe. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog. Charlie Engel in Lebensgefahr?
10 Tage zuvor. Jemand, der sich Hora nennt. Und Macht über die Zeit hat.
Wir lernen Charlie kennen. Sie ist unterwegs zu einer Geburtstagsfeier, als sie Probleme mit ihrem Navi bekommt. Charlie ist eine junge Programmiererin und Hackerin, die gerade gekündigt hat.
Ein rätselhaftes Schreiben von einer Aktivistengruppe. Sie nennen sich Timeout. Handelt es sich um Cyberterroristen? Sie zeichnen für die Manipulation des Galileo-Satellitensystems verantwortlich und fordern eine Milliarde Euro, andernfalls drohen sie mit einem weitaus verheerenderen Angriff.
Charlie wird angeheuert, zusammen mit Lukas Philips von einer Spezialeinheit der EU, diesen Angriff zu verhindern. Hilfreich ist da eine KI, die Charlie während ihres Studiums in Holland programmiert hatte. KIM gehört zu einer neuen Generation von selbstlernenden Maschinen, eine generative KI.
Ja, der Einstieg ist etwas verwirrend und sehr technisch. Genau wie Lukas habe ich nur Bruchstücke von dem, was KIM erzählt, verstanden. Nichtsdestotrotz fand ich das Thema spannend.
Selbstverständlich handelt es sich nicht um ein Spiel, sondern um eine Verschwörung, in die höchste Kreise verstrickt sind. Ein Sumpf aus Verrat und Korruption. Nichts ist, wie es scheint.
Der Titel, Code Null, erschließt sich den Lesenden erst ganz am Schluss. Auch, wenn ich schnell geahnt habe, wer hinter Hora steckt, hat mich die Geschichte gut unterhalten.
Charlie, Lukas und Charlies Bruder Fritz, eine sympathische Truppe, der ich gerne wieder über die Schultern schauen möchte. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung.
Fazit: Packender Auftakt einer neuen Tech-Thriller-Reihe. Beklemmend realistisch.