Die Prinzessin und der Fluch

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Die Prinzessin und der Fluch

Prinzessin Tanadelle de Courcy, genannt Tandy, ist die jüngere Tochter des Königspaars von Widdenmar. Während ihre ältere Schwester als Thronfolgerin das Regieren lernt, übernimmt sie die Repräsentationspflichten des Königshauses. Im Dienst der Monarchie befindet sich Tandy mehr als 30 Wochen im Jahr in Kutschen und hetzt von einer Brückeneinweihung zum nächsten langweiligen Event. Eigentlich bereitet ihr nur das Lesen während der Reisen Vergnügen. Als sie in Little Pepperidge ihr letztes Buch beendet, benötigt sie dringend Nachschub. Glücklicherweise entdeckt sie Beulah Bonecrushers Bücherwarenhaus und eilt hinein, um sich neue Lektüre zu kaufen. Der urige Laden gefällt ihr so gut, dass sie ihn vor ihrer Abreise noch einmal besucht - mit fatalen Folgen.

Mit „Cursed for Good“ startet Amy Coombe ihre Karriere als Romanautorin. Mich hat die gelungene Mischung aus Fantasy, Romanze und Bücherparadies gut unterhalten

Nachdem Tandy der Fluch trifft, den Buchladen nicht mehr verlassen zu können, arrangiert sie sich überraschend gut mit ihrer neuen Situation. Sie macht es sich in der zugehörigen kleinen Wohnung gemütlich und stellt eine Aushilfe, die Drakonin Sasha ein. Mit ihrer Hilfe versucht sie für Beulahs Bücherwarenhaus neue Kunden zu finden. Prompt erscheint Bash, der attraktive Scheunenpirat. Aber der klaut Bücher, statt sie zu kaufen und nervt ziemlich. Tandy fühlt sich wohl in ihrem kleinen Reich, doch sie weiß, dass ihre Familie nicht auf ihre Dienste verzichten will. Also schicken sie Prinzen, die den Fluch brechen sollen.

Tandy ist sehr sympathisch und zuvorkommend. In ihrem kleinen Laden fühlt sie sich seltsam frei, obwohl sie doch eingesperrt ist. Der Fluch beunruhigt sie nicht sehr, vielmehr sorgt sie sich, nicht herauszufinden, was ihr erlösender Herzenswunsch ist. Kleiner Spoiler: Prinzen zu küssen ist es nicht. Tandy entwickelt sich weiter, wird reifer und lernt sich selber besser kennen. Dass sie ihr früheres Leben inzwischen kritisch sieht, wundert nicht. Ich sage nur Taillendisziplinierung. Die Geschichte ist aus Tandys Perspektive geschrieben und bietet Einblicke in ihre Gedankenwelt, sodass man sie immer besser kennenlernt. Auch die anderen Charaktere, vor allem die pubertierende Sasha und der leicht fiese, aber äußerst attraktive Bash, haben mich überzeugt.
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Die Geschichte lebt von ihren sympathischen Protagonisten, der märchenhaften Atmosphäre und dem anheimelnden Ort in den Tandy ihren Buchladen verwandelt. Auch die Komik kommt nicht zu kurz. Ich fand die Prinzenparade sehr amüsant.

Amy Coombe erzählt ihre Cosy Fantasy flüssig, mit viel Charme und amüsanten Einfällen. So lernen die Lesenden u. a. Trugkatzen, Drakonen, Blaukappen und Schleichende Schrecken kennen. Das Geschehen entwickelt sich allmählich, ebenso wie die Romanze und verzichtet auf große Action. Fast das komplette Buch spielt im Buchladen, was mich nicht gestört hat. Zwar ergeben sich im Mittelteil kleine Längen, doch werden viele Themen angesprochen, obwohl dramatische Wendungen fehlen. Besonders gut gefallen hat mir Tandys Entscheidung.

„Cursed for Good“ wurde mir von einer Freundin empfohlen. Die Geschichte hat mir überraschend gut gefallen. Sie ist als leichte, amüsante Sommerlektüre für Fans des Genres Cosy Fantasy sehr empfehlenswert.

4,5 Sterne