Ein magisch angehauchter, liebevoll verstaubter Zufluchtsort in Buchform
Seit Monaten schon reist Prinzessin Tanadelle durchs Königreich und erfüllt Erwartungen, Pflichten und alles dazwischen. Entgegen der allgemeinen Erwartungen liebt Tandy ihr Leben als Prinzessin nicht und flüchtet sich, wann immer es ihr möglich ist, in einen ihrer heißgeliebten Liebesromane. Doch dann passiert es: Sie beendet ihr letztes Buch aus dem Vorrat. Und wie wir alle wissen, gibt es nichts Schlimmeres als einen aufgebrauchten Büchervorrat auf Reisen. Eigentlich passt ein kurzer Besuch im kleinen Buchladen von Little Pepperidge überhaupt nicht in den straffen königlichen Zeitplan – und dann wird Tandy auch noch von der alten Ladenbesitzerin verflucht.
Tandy kann die Buchhandlung, die ihr mit dem Fluch kurzerhand vermacht wurde, nicht mehr verlassen. Zumindest nicht, bis der Fluch gebrochen und ihr das Tor zu ihrem Herzenswunsch geöffnet wurde.
Anstatt ihr Leben als frischgebackene Buchhändlerin genießen zu können, scheint sich das gesamte Königreich einzumischen, um den Fluch zu brechen. Aber ist es denn wirklich so schlimm, in einer Buchhandlung festzusitzen?
Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, was für mich an zwei Dingen lag. Einerseits ist der Schreibstil sehr angenehm, einnehmend und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird durchgehend aus Tandys Sicht erzählt, in der Ich-Perspektive. Man fühlt sich nah am Geschehen. Es gibt extrem viele innere Monologe und ausladende Beschreibungen, was einen gekonnt ins Buch „hineinzieht“. Und mit einer Erzählerin wie Tandy kann man sich nur wohlfühlen. Das ist auch direkt mein zweites überzeugendes Argument: Tandy.
Tandy ist die Art Hauptfigur, die im Verlauf des Lesens zu einer wahren Freundin für einen wird. Tandy ist eine sehr umgängliche Person, die einem beim Lesen nie zu viel wird oder deren Verhalten einen gar nerven würde. Im Gegenteil. Sie setzt sich für einen herzlichen Umgang miteinander ein und bringt mit ihrer Art ganz viel Sonnenschein vorbei. Dabei stellt sie sich selbst meistens hinten an, weshalb man sie aber nicht schütteln will, sondern einfach ganz fest in den Arm nehmen möchte.
Der Roman an sich lässt sich tatsächlich mit nichts vergleichen, was ich bisher gelesen habe. Er ist nicht so recht Fantasy, weil die Magie gar keine so entscheidende Rolle einnimmt und nicht das eigentlich Spannende am Roman ist. Es ist vielmehr so, dass die Autorin die Fantasy-Schiene genutzt hat, um sich eine Welt zu erschaffen, die alle Mädchenträume möglich macht: Prinzen, Prinzessinnen, magische Katzen, Hexen, Piraten, Drachen, Einhörner!!! Und viel mehr ... Dabei wirkt es aber nicht überladen, denn die Autorin hat sich eines praktischen Tricks bedient. Vielleicht sogar ganz unbewusst: Dadurch, dass der Roman fast nur innerhalb des kleinen Buchladens spielt, fällt das Worldbuilding nicht auseinander und jede neue Information ist eine Freude.
Kommen wir aber nun dazu zurück, was der Roman ist – und nicht ist. Auch Romantasy ist für mich nicht der richtige Begriff, denn die Liebesgeschichte ist sehr zart, zurückhaltend und auch nicht der Hauptfokus. Vielmehr geht es um Tandys Entwicklung, Tandys Wünsche, Tandys Entscheidungen. Einfach um Tandy. Eine junge Frau, die zum ersten Mal in ihrem Leben Freiheit erlebt – und mit dieser Situation kann man sich sehr gut identifizieren, egal aus welcher Welt man kommen mag.
Noch ein paar Worte zu den anderen Figuren. Man könnte enttäuscht davon sein, wie undurchsichtig Bash als Tandys Love Interest bleibt. Doch für mich hat das ganz gut zum Stil der Geschichte gepasst. Man kennt Bash nicht gut genug, um das Kribbeln zwischen Tandy und ihm nachzuspüren. Und doch habe ich ihn sehr ins Herz geschlossen. Auch der kleine, bunte Haufen an Nebenfiguren ist einfach herzlich. Dann gibt es noch ein paar Prinzen, die dem Buch skurrilen Humor einhauchen.
Insgesamt verläuft das Buch aber sehr gemächlich. Die Handlung ist recht vorhersehbar, aber bei diesem Buch geht es auch weniger um Spannung als einfach ums Gefühl. Die Autorin berichtet in ihrer Danksagung davon, wie das Schreiben des Buches zu einem richtigen Rückzugsort in einer schweren Zeit für sie wurde. Und das merkt man auch als Leserin. Denn die Autorin hat damit nicht nur für sich, sondern auch für uns einen Wohlfühlort geschaffen.
Am Ende, wenn man eine Weile über alles nachdenkt, hat die Handlung die ein oder andere Schwachstelle, und gerade die letzten fünfzig Seiten waren sehr viel, sehr voll und chaotisch. Das hat nicht so recht zum Rest der Geschichte gepasst. Und das sind so kleine Sachen, die bei meiner Bewertung ein bisschen Abzug geben.
Mein Fazit:
Obwohl Tandys Geschichte nicht im herkömmlichen Sinne spannend ist, bin ich ab einem gewissen Punkt total im Bann des Buches gewesen. Dieses Buch ist eine leichte Lektüre zum Durchatmen, Herunterfahren und Wohlfühlen. Und weil jede*r mal genau so ein Buch braucht, kann ich CURSED FOR GOOD ohne Vorbehalte weiterempfehlen. Es wird der Moment kommen, da ist man froh, genau dieses Buch im Regal zu haben. ;)
Tandy kann die Buchhandlung, die ihr mit dem Fluch kurzerhand vermacht wurde, nicht mehr verlassen. Zumindest nicht, bis der Fluch gebrochen und ihr das Tor zu ihrem Herzenswunsch geöffnet wurde.
Anstatt ihr Leben als frischgebackene Buchhändlerin genießen zu können, scheint sich das gesamte Königreich einzumischen, um den Fluch zu brechen. Aber ist es denn wirklich so schlimm, in einer Buchhandlung festzusitzen?
Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, was für mich an zwei Dingen lag. Einerseits ist der Schreibstil sehr angenehm, einnehmend und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird durchgehend aus Tandys Sicht erzählt, in der Ich-Perspektive. Man fühlt sich nah am Geschehen. Es gibt extrem viele innere Monologe und ausladende Beschreibungen, was einen gekonnt ins Buch „hineinzieht“. Und mit einer Erzählerin wie Tandy kann man sich nur wohlfühlen. Das ist auch direkt mein zweites überzeugendes Argument: Tandy.
Tandy ist die Art Hauptfigur, die im Verlauf des Lesens zu einer wahren Freundin für einen wird. Tandy ist eine sehr umgängliche Person, die einem beim Lesen nie zu viel wird oder deren Verhalten einen gar nerven würde. Im Gegenteil. Sie setzt sich für einen herzlichen Umgang miteinander ein und bringt mit ihrer Art ganz viel Sonnenschein vorbei. Dabei stellt sie sich selbst meistens hinten an, weshalb man sie aber nicht schütteln will, sondern einfach ganz fest in den Arm nehmen möchte.
Der Roman an sich lässt sich tatsächlich mit nichts vergleichen, was ich bisher gelesen habe. Er ist nicht so recht Fantasy, weil die Magie gar keine so entscheidende Rolle einnimmt und nicht das eigentlich Spannende am Roman ist. Es ist vielmehr so, dass die Autorin die Fantasy-Schiene genutzt hat, um sich eine Welt zu erschaffen, die alle Mädchenträume möglich macht: Prinzen, Prinzessinnen, magische Katzen, Hexen, Piraten, Drachen, Einhörner!!! Und viel mehr ... Dabei wirkt es aber nicht überladen, denn die Autorin hat sich eines praktischen Tricks bedient. Vielleicht sogar ganz unbewusst: Dadurch, dass der Roman fast nur innerhalb des kleinen Buchladens spielt, fällt das Worldbuilding nicht auseinander und jede neue Information ist eine Freude.
Kommen wir aber nun dazu zurück, was der Roman ist – und nicht ist. Auch Romantasy ist für mich nicht der richtige Begriff, denn die Liebesgeschichte ist sehr zart, zurückhaltend und auch nicht der Hauptfokus. Vielmehr geht es um Tandys Entwicklung, Tandys Wünsche, Tandys Entscheidungen. Einfach um Tandy. Eine junge Frau, die zum ersten Mal in ihrem Leben Freiheit erlebt – und mit dieser Situation kann man sich sehr gut identifizieren, egal aus welcher Welt man kommen mag.
Noch ein paar Worte zu den anderen Figuren. Man könnte enttäuscht davon sein, wie undurchsichtig Bash als Tandys Love Interest bleibt. Doch für mich hat das ganz gut zum Stil der Geschichte gepasst. Man kennt Bash nicht gut genug, um das Kribbeln zwischen Tandy und ihm nachzuspüren. Und doch habe ich ihn sehr ins Herz geschlossen. Auch der kleine, bunte Haufen an Nebenfiguren ist einfach herzlich. Dann gibt es noch ein paar Prinzen, die dem Buch skurrilen Humor einhauchen.
Insgesamt verläuft das Buch aber sehr gemächlich. Die Handlung ist recht vorhersehbar, aber bei diesem Buch geht es auch weniger um Spannung als einfach ums Gefühl. Die Autorin berichtet in ihrer Danksagung davon, wie das Schreiben des Buches zu einem richtigen Rückzugsort in einer schweren Zeit für sie wurde. Und das merkt man auch als Leserin. Denn die Autorin hat damit nicht nur für sich, sondern auch für uns einen Wohlfühlort geschaffen.
Am Ende, wenn man eine Weile über alles nachdenkt, hat die Handlung die ein oder andere Schwachstelle, und gerade die letzten fünfzig Seiten waren sehr viel, sehr voll und chaotisch. Das hat nicht so recht zum Rest der Geschichte gepasst. Und das sind so kleine Sachen, die bei meiner Bewertung ein bisschen Abzug geben.
Mein Fazit:
Obwohl Tandys Geschichte nicht im herkömmlichen Sinne spannend ist, bin ich ab einem gewissen Punkt total im Bann des Buches gewesen. Dieses Buch ist eine leichte Lektüre zum Durchatmen, Herunterfahren und Wohlfühlen. Und weil jede*r mal genau so ein Buch braucht, kann ich CURSED FOR GOOD ohne Vorbehalte weiterempfehlen. Es wird der Moment kommen, da ist man froh, genau dieses Buch im Regal zu haben. ;)