Ein verfluchter Buchladen, ein viel zu attraktiver Pirat und Sarkasmus ohne Ende. 📚🏴☠️✨
Worum geht es?
Prinzessin Tandy hat eigentlich genug von ihrem königlichen Alltag. Reisen, Bälle, Eröffnungszeremonien und Kleider, die zwicken – vor allem bleibt dabei viel zu wenig Zeit zum Lesen.
Als sie ausgerechnet dazu verflucht wird, in einem Buchladen zu leben, bis sich ihr wahrer Herzenswunsch erfüllt, klingt das deshalb zunächst eher nach einem Traum als nach einer Strafe. Endlich Bücher. Ruhe. Zeit zum Lesen. Na ja. Fast. Da wären noch Sasha, eine ziemlich leidgeprüfte Teenagerin mit Drachenflügeln, ein verdächtig attraktiver und bücherstehlender Pirat und Tandys Eltern, die der festen Überzeugung sind, dass natürlich irgendein Prinz den Fluch ihrer Tochter brechen muss. Also schicken sie kurzerhand die Prinzen der umliegenden Reiche vorbei.
Denn was könnte der Herzenswunsch einer Prinzessin schon anderes sein als ein Prinz? Oder vielleicht doch eher ein sexy Pirat?
Meine Gedanken:
Ich liebe und feiere den vor Sarkasmus triefenden Humor dieses Buches.
Tandy mit ihrer spitzen Zunge und dieser herrlich trockenen Art, die absurdesten Situationen einfach festzustellen, hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Überhaupt liest sich Cursed for Good für mich wie ein Comedy-Märchen für Erwachsene.
Die Geschichte weiß ganz genau, welche Klischees sie bedient – und macht daraus einen Teil ihres Charmes.
Da gibt es Sasha, die depressive und vom Leben genervte Teenager-Drakonin. Einen sexy Piraten mit verboten gutem Aussehen, dessen Hemd natürlich einen Tick zu weit offen steht. Und selbstverständlich mehrere Prinzen, deren Kuss der wahren Liebe Tandys Fluch doch bestimmt brechen wird.
Märchenklischees? Absolut. Aber bitte mit ordentlich Sarkasmus serviert.
Vom Humor her musste ich tatsächlich immer wieder an Assistant to the Villain denken – und genau den habe ich ebenfalls gefeiert.
Tandy – Prinzessin wider Willen:
Tandy ist herrlich unkonventionell. Sie ist hilfsbereit, etwas zu gutgläubig und lässt sich dadurch gleich zu Beginn nicht nur verfluchen, sondern fällt anschließend auch noch einem Diebstahl zum Opfer. Dabei passt sie überhaupt nicht in dieses klassische Bild der Prinzessin, die nur darauf wartet, von einem hübschen Prinzen gerettet zu werden. Ganz im Gegenteil. Tandy scheint mit ihrem Fluch eigentlich ziemlich zufrieden zu sein.
Ein Buchladen voller Geschichten, keine königlichen Pflichten und endlich genug Zeit zum Lesen? Ich verstehe ehrlich gesagt vollkommen, warum sie es mit der Fluchbrechung nicht besonders eilig hat. 😅
Ein Märchen für große Kinder:
Was ich besonders mochte, ist dieses Gefühl, das die Geschichte vermittelt. Man muss keine Angst haben, dass gleich etwas furchtbar Schlimmes passiert. Man muss keine komplizierten politischen Systeme verstehen oder sich hundert Namen merken. Man kann sich einfach in diese märchenhafte, magische Welt fallen lassen und eine gute Zeit haben. Ein bisschen wie früher als Kind – nur dass die Protagonisten inzwischen ebenfalls erwachsen geworden sind.
Auch die Magie passt perfekt dazu. Sie ist erstaunlich praktisch veranlagt. Putzen? Zauber. Waschen? Zauber. Aufräumen? Natürlich gibt es auch dafür Magie. Warum kompliziert, wenn man einfach zaubern kann?
Genau diese kleinen Details machen die Welt gemütlich und verspielt, ohne dass das Magiesystem irgendwelche großen Erklärungen braucht.
Romance & Chemie:
Die Romance entwickelt sich eher langsam und passt dadurch gut zum restlichen Cozy-Gefühl der Geschichte. Das große Feuerwerk ist es nicht – und mit einem von fünf Flammen bleibt der Spice sehr zurückhaltend. Die Chemie zwischen Tandy und dem Piraten hat für mich dafür deutlich besser funktioniert. Da ist dieses spielerische Knistern, die Neckerei und genau die richtige Portion „du gehst mir auf die Nerven, aber leider bist du viel zu attraktiv“. Mit vier von fünf Funken war die Chemie für mich klar spürbar, ohne dass die Romance die ganze Geschichte übernimmt.
Wohlfühlbuch statt großes Abenteuer:
Ich bin ohne große Erwartungen an Cursed for Good herangegangen. Ich wollte Spaß. Ich wollte eine schöne Zeit. Und genau das habe ich bekommen. Für mich ist das ein richtiges Wohlfühlbuch. Ich habe meine Erwartungen an die Geschichte angepasst – und nicht verlangt, dass die Geschichte mir irgendetwas beweisen muss.
Sie möchte kein episches Fantasyabenteuer sein. Sie möchte unterhalten. Zum Schmunzeln bringen. Ein bisschen romantisch sein. Und einem für ein paar Stunden das Gefühl geben, in einem verzauberten Buchladen leben zu dürfen. Und darin ist sie richtig gut.
Ein bisschen weniger hätte gereicht:
Ganz ohne Kritik komme ich allerdings nicht aus. Im zweiten Drittel hat sich die Geschichte für mich etwas gezogen. Da die Handlung insgesamt eher überschaubar ist und das Buch stark von seinen Figuren, dem Humor und dem Setting lebt, gab es Stellen, an denen ich mir etwas mehr Tempo gewünscht hätte. Ein bisschen Straffung hätte der Geschichte hier gutgetan.
Das hat meinen Spaß insgesamt aber kaum getrübt. Dafür mochte ich Tandy, den Humor und diese ganze absurde Märchenwelt einfach zu gerne.
Wie klang die Geschichte?
Ich habe Cursed for Good als Hörbuch gehört und hatte damit eine wirklich gute Zeit. Die deutsche Hörbuchfassung wird von Yeşim Meisheit gesprochen.
Für mich war die Geschichte sehr stimmig gelesen. Ich konnte ihr problemlos folgen und habe der Sprecherin einfach gerne zugehört.
Gerade bei einem Buch, das so stark von Tandys trockenem Humor, Sarkasmus und den teilweise völlig absurden Situationen lebt, ist das ziemlich wichtig.
Die Stimme hat für mich gut zu diesem leichten, märchenhaften Ton gepasst und mich angenehm durch die Geschichte getragen.
Was bleibt?
Cursed for Good war genau das Buch, das ich in diesem Moment gebraucht habe.
Ein verfluchter Buchladen. Eine Prinzessin, die eigentlich überhaupt nicht gerettet werden möchte. Eine depressive Drakonin. Mehrere Prinzen, die pflichtbewusst zum Fluchbrechen antreten. Ein viel zu attraktiver Pirat. Und jede Menge trockener Humor.
Im zweiten Drittel hätte die Geschichte für mich etwas schneller sein dürfen, aber das ist am Ende nur ein kleiner Kritikpunkt.
Ich wollte Spaß – und den habe ich bekommen.
Für mich ist Cursed for Good ein wunderbar leichtes Wohlfühlbuch, bei dem man sich einfach zurücklehnen, den Alltag vergessen und für ein paar Stunden wieder in ein Märchen fallen lassen kann. Nur diesmal mit erwachsenen Figuren, Sarkasmus und einem Piraten, dessen Hemd offenbar wirklich keine weiteren Knöpfe gebraucht hätte. 😅🏴☠️
Bewertung: 🦉🦉🦉🦉 / 5
Spice:🔥 / 5
Chemie: ✨✨✨✨ / 5
Atmosphäre: 🌙🌙🌙 / 5
Sprecherleistung: 🎙️🎙️🎙️🎙️ / 5
Vier Eulen für ein Comedy-Märchen voller Bücher, Magie, Klischees und genau der richtigen Portion Sarkasmus.
Prinzessin Tandy hat eigentlich genug von ihrem königlichen Alltag. Reisen, Bälle, Eröffnungszeremonien und Kleider, die zwicken – vor allem bleibt dabei viel zu wenig Zeit zum Lesen.
Als sie ausgerechnet dazu verflucht wird, in einem Buchladen zu leben, bis sich ihr wahrer Herzenswunsch erfüllt, klingt das deshalb zunächst eher nach einem Traum als nach einer Strafe. Endlich Bücher. Ruhe. Zeit zum Lesen. Na ja. Fast. Da wären noch Sasha, eine ziemlich leidgeprüfte Teenagerin mit Drachenflügeln, ein verdächtig attraktiver und bücherstehlender Pirat und Tandys Eltern, die der festen Überzeugung sind, dass natürlich irgendein Prinz den Fluch ihrer Tochter brechen muss. Also schicken sie kurzerhand die Prinzen der umliegenden Reiche vorbei.
Denn was könnte der Herzenswunsch einer Prinzessin schon anderes sein als ein Prinz? Oder vielleicht doch eher ein sexy Pirat?
Meine Gedanken:
Ich liebe und feiere den vor Sarkasmus triefenden Humor dieses Buches.
Tandy mit ihrer spitzen Zunge und dieser herrlich trockenen Art, die absurdesten Situationen einfach festzustellen, hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Überhaupt liest sich Cursed for Good für mich wie ein Comedy-Märchen für Erwachsene.
Die Geschichte weiß ganz genau, welche Klischees sie bedient – und macht daraus einen Teil ihres Charmes.
Da gibt es Sasha, die depressive und vom Leben genervte Teenager-Drakonin. Einen sexy Piraten mit verboten gutem Aussehen, dessen Hemd natürlich einen Tick zu weit offen steht. Und selbstverständlich mehrere Prinzen, deren Kuss der wahren Liebe Tandys Fluch doch bestimmt brechen wird.
Märchenklischees? Absolut. Aber bitte mit ordentlich Sarkasmus serviert.
Vom Humor her musste ich tatsächlich immer wieder an Assistant to the Villain denken – und genau den habe ich ebenfalls gefeiert.
Tandy – Prinzessin wider Willen:
Tandy ist herrlich unkonventionell. Sie ist hilfsbereit, etwas zu gutgläubig und lässt sich dadurch gleich zu Beginn nicht nur verfluchen, sondern fällt anschließend auch noch einem Diebstahl zum Opfer. Dabei passt sie überhaupt nicht in dieses klassische Bild der Prinzessin, die nur darauf wartet, von einem hübschen Prinzen gerettet zu werden. Ganz im Gegenteil. Tandy scheint mit ihrem Fluch eigentlich ziemlich zufrieden zu sein.
Ein Buchladen voller Geschichten, keine königlichen Pflichten und endlich genug Zeit zum Lesen? Ich verstehe ehrlich gesagt vollkommen, warum sie es mit der Fluchbrechung nicht besonders eilig hat. 😅
Ein Märchen für große Kinder:
Was ich besonders mochte, ist dieses Gefühl, das die Geschichte vermittelt. Man muss keine Angst haben, dass gleich etwas furchtbar Schlimmes passiert. Man muss keine komplizierten politischen Systeme verstehen oder sich hundert Namen merken. Man kann sich einfach in diese märchenhafte, magische Welt fallen lassen und eine gute Zeit haben. Ein bisschen wie früher als Kind – nur dass die Protagonisten inzwischen ebenfalls erwachsen geworden sind.
Auch die Magie passt perfekt dazu. Sie ist erstaunlich praktisch veranlagt. Putzen? Zauber. Waschen? Zauber. Aufräumen? Natürlich gibt es auch dafür Magie. Warum kompliziert, wenn man einfach zaubern kann?
Genau diese kleinen Details machen die Welt gemütlich und verspielt, ohne dass das Magiesystem irgendwelche großen Erklärungen braucht.
Romance & Chemie:
Die Romance entwickelt sich eher langsam und passt dadurch gut zum restlichen Cozy-Gefühl der Geschichte. Das große Feuerwerk ist es nicht – und mit einem von fünf Flammen bleibt der Spice sehr zurückhaltend. Die Chemie zwischen Tandy und dem Piraten hat für mich dafür deutlich besser funktioniert. Da ist dieses spielerische Knistern, die Neckerei und genau die richtige Portion „du gehst mir auf die Nerven, aber leider bist du viel zu attraktiv“. Mit vier von fünf Funken war die Chemie für mich klar spürbar, ohne dass die Romance die ganze Geschichte übernimmt.
Wohlfühlbuch statt großes Abenteuer:
Ich bin ohne große Erwartungen an Cursed for Good herangegangen. Ich wollte Spaß. Ich wollte eine schöne Zeit. Und genau das habe ich bekommen. Für mich ist das ein richtiges Wohlfühlbuch. Ich habe meine Erwartungen an die Geschichte angepasst – und nicht verlangt, dass die Geschichte mir irgendetwas beweisen muss.
Sie möchte kein episches Fantasyabenteuer sein. Sie möchte unterhalten. Zum Schmunzeln bringen. Ein bisschen romantisch sein. Und einem für ein paar Stunden das Gefühl geben, in einem verzauberten Buchladen leben zu dürfen. Und darin ist sie richtig gut.
Ein bisschen weniger hätte gereicht:
Ganz ohne Kritik komme ich allerdings nicht aus. Im zweiten Drittel hat sich die Geschichte für mich etwas gezogen. Da die Handlung insgesamt eher überschaubar ist und das Buch stark von seinen Figuren, dem Humor und dem Setting lebt, gab es Stellen, an denen ich mir etwas mehr Tempo gewünscht hätte. Ein bisschen Straffung hätte der Geschichte hier gutgetan.
Das hat meinen Spaß insgesamt aber kaum getrübt. Dafür mochte ich Tandy, den Humor und diese ganze absurde Märchenwelt einfach zu gerne.
Wie klang die Geschichte?
Ich habe Cursed for Good als Hörbuch gehört und hatte damit eine wirklich gute Zeit. Die deutsche Hörbuchfassung wird von Yeşim Meisheit gesprochen.
Für mich war die Geschichte sehr stimmig gelesen. Ich konnte ihr problemlos folgen und habe der Sprecherin einfach gerne zugehört.
Gerade bei einem Buch, das so stark von Tandys trockenem Humor, Sarkasmus und den teilweise völlig absurden Situationen lebt, ist das ziemlich wichtig.
Die Stimme hat für mich gut zu diesem leichten, märchenhaften Ton gepasst und mich angenehm durch die Geschichte getragen.
Was bleibt?
Cursed for Good war genau das Buch, das ich in diesem Moment gebraucht habe.
Ein verfluchter Buchladen. Eine Prinzessin, die eigentlich überhaupt nicht gerettet werden möchte. Eine depressive Drakonin. Mehrere Prinzen, die pflichtbewusst zum Fluchbrechen antreten. Ein viel zu attraktiver Pirat. Und jede Menge trockener Humor.
Im zweiten Drittel hätte die Geschichte für mich etwas schneller sein dürfen, aber das ist am Ende nur ein kleiner Kritikpunkt.
Ich wollte Spaß – und den habe ich bekommen.
Für mich ist Cursed for Good ein wunderbar leichtes Wohlfühlbuch, bei dem man sich einfach zurücklehnen, den Alltag vergessen und für ein paar Stunden wieder in ein Märchen fallen lassen kann. Nur diesmal mit erwachsenen Figuren, Sarkasmus und einem Piraten, dessen Hemd offenbar wirklich keine weiteren Knöpfe gebraucht hätte. 😅🏴☠️
Bewertung: 🦉🦉🦉🦉 / 5
Spice:🔥 / 5
Chemie: ✨✨✨✨ / 5
Atmosphäre: 🌙🌙🌙 / 5
Sprecherleistung: 🎙️🎙️🎙️🎙️ / 5
Vier Eulen für ein Comedy-Märchen voller Bücher, Magie, Klischees und genau der richtigen Portion Sarkasmus.