Vielleicht ein bisschen zu cozy?

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phija Avatar

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Sucht man nach einer Definition für das Wort "cozy", wird man vermutlich auf dieses Buch stoßen. Ich meine, was schreit mehr nach Wohlfühlen als verflucht zu werden und nun in einer Buchhandlung festzustecken? Nichts. Genau das passiert Prinzessin Tandy in "Cursed for Good". Zum Glück ist sie aber nicht allein: Die liebenswerte Teenie-Drakonin Sasha und der mysteriöse (und zugleich sehr attraktive) Pirat Bash leisten ihr Gesellschaft.

Die ersten hundert Seiten war ich wirklich von den Socken gehauen. Das Erzähltempo, der Witz, die Originalität, die Cozyness – alles war wirklich 10/10. Alle Charaktere sind gleich super sympathisch, wirken total vielschichtig und haben Probleme, bei denen man gleich richtig mitfühlt. Gerade Sasha hat mein Herz gleich zu Beginn geklaut. Sie ist ein so authentischer und liebenswürdiger Teenager, der der Geschichte unglaublich viel Leben schenkt. Das Setting ist sehr atmosphärisch beschrieben und man kann wirklich mit Haut und Haar in die fantastische Welt von Flüchen, Blaukappen und einem alten Buchladen eintauchen. Das Buch hat mir dieses Gefühl wiedergegeben, das ich als Kind verspürt habe, wenn ich ein Märchenbuch aufgeschlagen hatte.
Nach diesen ersten hundert Seiten wurde es dann leider, leider, leider einfach sehr repetitiv. Auch wenn es eine cozy Romantasy sein soll, muss doch irgendwie irgendwas passieren und nicht der Buchladen zum dritten Mal umgeräumt werden. Auch wenn die Dialoge weiterhin unterhaltsam waren, hatte es mir irgendwie nicht gereicht, um mit der selben Freude, die ich am Anfang hatte, weiterlesen zu können. Das Ende war dann auch sehr erwartbar und mir persönlich etwas zu schnell abgefrühstückt.

Ich bin bei dem Buch also wirklich hin- und hergerissen. Ich liebe den Schreibstil, die Charaktere, die ganze Atmosphäre, aber gleichzeitig hat die Story für mich merkliche Schwächen, die nicht ganz von all dem Guten wettgemacht werden können. Vielleicht hilft es, wenn man vorher weiß, dass die Story sehr geradlinig und repetitiv ist, man also gar nicht erst etwas anderes erwartet. Deswegen kann ich das Buch leider nur eingeschränkt empfehlen. Ich denke, man muss sich darauf einlassen, dass wenig passiert, und einfach den Vibe genießen. Mir ist das leider nicht ganz gelungen, aber vielleicht ja dir!