Wenn aus cozy langweilig wird

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
moontales Avatar

Von

Ich mag cozy Fantasy wirklich gerne. Aber cozy heißt nicht, dass wirklich gar nichts passiert außer das, was schon auf dem Buchrücken steht. Das Buch war so dermaßen langweilig. Dabei hatte mir die Leseprobe echt gefallen, aber danach war dann recht schnell klar: Da kommt nichts mehr. Es geht einfach immer so weiter. Tandy baut den Buchladen um und ein Prinz nach dem anderen taucht auf. Sie lernt ein paar Leute kennen, wie den Buchclub, lernt ein bisschen Magie und der Buchladen wird erfolgreicher.

Dann ist da noch Piraten Boy, ein ziemliches Klischee von einem Mann. Immer wenn er auftaucht, war die Autorin scheinbar genauso dumm verknallt wie Tandy, ihr ist nämlich nichts anderes eingefallen, als in jedem zweiten Satz zu sagen wie rot Tandy wird. Die Dialoge zwischen den beiden sollten wohl süß und witzig sein, waren aber irgendwann nur noch anstrengend. „Mr. Ich bin ja so geheimnisvoll“ fand ich mittelmäßig und recht langweilig. Also hat er eigentlich doch ganz gut zum Rest im Buch gepasst.

Was passiert kann man sich von vorne bis hinten vorher denken, genau wie ihren krassen Herzenswunsch. Ich hab schon einiges an cozy Fantasy gelesen, aber so langweilig fand ich noch kein anderes Buch aus dem Genre. Keine toll ausgearbeiteten Charaktere, keine gute Story, keine wirkliche Entwicklung, ständige Satz- und inhaltliche Wiederholungen. Spart euch das Buch lieber!