Zuckersüße Cozy Fantasy

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lollyolopop Avatar

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Prinzessin Tanadelle (auch „Tandy“ genannt) ist Vorzeigeprinzessin in ihrem Königreich. Sie reist das halbe Jahr in einer Kutsche durchs Land, um Babys zu küssen, Brücken einzuweihen und Einhornbabys zu untersuchen. Dass sie sich eigentlich viel lieber mit einem guten Buch verkrümeln würde und schnulzige Liebesromane lesen, hat in ihrem Leben keinen Platz. Genauso wenig ein Fluch, der sie dazu zwingt in einem kleinen Dorf in einem alten Bücherladen gefangen zu sein. Aber genau das passiert Tandy als sie in „Beulah Bonecrushers Bücherwarenhaus“ den Schlüssel der alten Buchhändlerin annimmt. Aber immerhin hat sie dann endlich mal Zeit für Bücher, wäre da nicht ein gewisser nerviger, aber auch irgendwie ganz süßer Pirat, der ihr immer Dinge aus dem Laden klaut. Und natürlich auch die Prinzen, die ihre Eltern aus allen umliegenden Reichen losschicken, um sie mit einem Kuss von ihrem Fluch zu befreien. Dabei will Tandy von den Prinzen doch gar nicht geküsst werden…

Cursed for Good war für mich der Inbegriff von Cozy Fantasy: Süße Charaktere, witzige Dialoge, ein Setting in einem verwunschenen Bücherladen, was will man schon mehr? Gerade die unterschiedlichen Wesen, denen man begegnet, wie beispielweise eine Trugkatze (also eine Katze mit Fühlern, die immer an anderen Orten ist, wie man eigentlich glaubt) oder Blaukappen (sehr hilfreich bei der Suche nach Büchern) machen das Buch gleich noch süßer.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flockig, und passt einfach perfekt zur Story. Gerade für den Sommer ist das ein sehr tolles Buch, es zaubert einem einfach ein Lächeln auf die Lippen.

Mein einziger Kritikpunkt: Dadurch, dass es schon ein bisschen seicht ist, hat man nicht immer das Bedürfnis, weiterzulesen. Nicht falsch verstehen, ich hatte nie das Gefühl, dass es langweilig wäre. Aber es gibt auch keinen großen Spannungsfaktor. Natürlich ist das in diesem Genre nicht so wichtig wie bei Thrillern und Krimis beispielweise. Aber so einen Antriebsfaktor, oder ein bisschen „Higher Stakes“ hätte ich nicht schlecht gefunden. Natürlich ist da der ungelöste Fluch, aber dadurch, dass Tandy eigentlich recht glücklich mit dem Fluch ist, hat man auch nicht so das Bedürfnis, dass dieser gelöst wird.

Insgesamt würde ich das Buch aber trotzdem jeden ans Herz legen, der gerade in einer Leseflaute steckt, vielleicht privat viel Stress hat, oder sich einfach nach ein bisschen Gemütlichkeit sehnt. Ein wirklich zuckersüßer Roman!