Lebensnah

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kathitintenkleks Avatar

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"Dabei waren wir uns immer so nah" handelt von drei Freundinnen, die sich im Studium kennenlernen, danach aber unterschiedliche Lebenswege einschlagen.
Henri scheint die drei schon immer zusammengehalten zu haben. Sie ist frei und ungebunden und lebt ein klassisches Singleleben. Im Kontrast dazu stehen Kathi und Merle, die beide in festen Partnerschaften leben. Als Merle schwanger wird, kippt die Beziehung zwischen den beiden und Henri kann auch nicht mehr vermitteln.

Das Buch war für mich gut lesbar. Durch den emotionalen Schreibstil wurde von Anfang an eine packende Atmosphäre geschaffen, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und immer schnell weiterlesen wollte.

Ich die Gefühle aller drei Frauen absolut nachvollziehbar. Am ehesten habe ich mich jedoch mit Kathi identifiziert – vielleicht auch, weil sie Bücher genauso liebt wie ich. Aber auch Merle und ihr fehlender Halt im Job waren für mich völlig verständlich dargestellt. Ich konnte mich richtig gut in der Geschichte wiederfinden, da die Gefühle der Protagonistinnen sehr tiefgründig transportiert wurden. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich selbst im Alter der drei bin und ähnliche Erfahrungen mit Freundschaften mache.

Etwas zwiespältig sehe ich das Cover: Optisch finde ich es wunderschön gestaltet und es fängt die Stimmung des Klappentexts toll ein. Man erwartet die Szene von zwei oder drei Freundinnen, die an einem lauen Sommerabend bei viel Wein evaluieren, wo sie im Leben stehen. Allerdings fehlt genau diese Situation im Buch, weshalb das Cover für mich letztlich nicht ganz optimal zum tatsächlichen Inhalt passt.

Besonders gut hat mir das Ende gefallen, es war logisch und ließ nichts offen. Ich würde mich sehr freuen, wenn es einen zweiten Teil geben würde, in dem wir noch mehr über die drei erfahren könnten. Ein absolut empfehlenswerter Roman über die Veränderungen im Leben, bei dem mir für die vollen fünf Sterne letztlich nur ein kleines bisschen mehr Tiefgang gefehlt hat.