Definitiv anders als erwartet

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sandra78 Avatar

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Wer ein klassisches, kitschiges Fantasyabenteuer erwartet, ist hier definitiv am falschen Platz. Es lässt sich sehr schwer beschreiben, aber das Buch ist definitiv anders - der Schreibstil ist ungewöhnlich, die Handlung nicht wie erwartet und trotzdem hat es mir gut gefallen.
Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Gaia ist die letzte Mutantin in Neuamerika, wo die Menschen nach dem Gesetz der Natur leben. Das geschriebene Wort gibt es nicht mehr, Lesen ist nur wenigen "Lesern" vorbehalten. Da Gaia als letzte Mutantin dem Tod geweiht ist, lebt sie versteckt in der Wildnis, zusammen mit dem Lehrer und dem Jäger. Dort lehrt sie der Lehrer das Lesen und der Jäger das Kämpfen. Das vermeintlich friedliche Zusammenleben ist trügerisch und als Nationenmänner auf die drei Wildlinge aufmerksam werden, steht Gaias Schicksal fest ... bis sie das Wort ergreift und aus einer Schriftrolle vorliest.
Durch ihren ungewöhnlichen Schreibstil ist der Autorin ein Buch gelungen, das entweder fesselt oder völlig abstößt. Mir hat es jedoch insgesamt wirklich gut gefallen.