Vom Tellersäscher zum Chauffeur und zurück

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hauptstadtliebe Avatar

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Jende Jonga hat einen Traum: Zusammen mit seiner Frau Neni und seinem Sohn Liomi möchte er New York erobern und sich ein besseres Leben aufbauen. In Amerika findet er Arbeit bei dem Bankier Clark Edwards und auch seine Frau findet schnell eine Anstellung, Als die Lehman Brothers zusammenbrechen, drohen auch die Jongas ihre Existenzgrundlage zu verlieren und der Wettauf gegen die Zeit beginnt.

Das Cover ist wunderschön. Die vielen bunten Farben und die Skyline von New York ist auch sehr schön dargestellt - Die perfekte Verschmelzung von Afrika und Amerika, den zwei Welten der Jongas.

Es gibt wohl kaum jemanden, der um diese Thematik jemals herumkommen wird: Der American Dream mit all seinen Höhen und Tiefen. Wie mag es wohl sein das Glück in New York zu suchen? Gibt es den Mythos wirklich - vom Tellerwäscher zum Millionär?
Das Buch befasst sich mit einer hochaktuellen und brisanten Thematik und das, im Großen und Ganzen, recht gut.
Der Einstieg in das Buch ist mir nicht sonderlich schwer gefallen, aber gepackt hat es mich auch nicht wirklich.
Später sollten einige Passagen folgen, in denen ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte, aber dieses Gefühl hatte ich leider nicht während der ganzen Geschichte.
Die Charaktere haben dabei für mich das größte Hindernis dargestellt. Am Anfang konnte ich noch mit dem ein oder anderen sympathisieren, im Laufe der Zeit hat sich allerdings das Bild von jedem einzelnen (von den Kindern mal abgesehen) zum negativen gewandelt.
Gerade von Neni und Jonga war ich sehr enttäuscht. Ich hatte zwei starke Persönlichkeiten erwartet, die ebenso schnell aufstehen, wie sie hingefallen sind.
Neni dagegen war der Inbegriff von Unterwürfigkeit, Naivität und leider auch oft genug Dummheit.
So oft ist sie mir auf die Nerven gegangen mit ihren Aktionen und ihren Ansichten.
Jende dagegen hat mich überrascht mit seiner falschen Art. Leider kann ich hier nicht viel mehr dazu sagen, ohne zu viel zu verraten, aber ich war wirklich geschockt, und ich denke jeder der das Buch liest kann das nachvollziehen.
Der Schreibstil hat mir soweit ganz gut gefallen, ich fand ihn aber nicht außergewöhnlich und er hat mich auch nicht sonderlich gefesselt, dennoch in Ordnung.
Die ein oder andere Wendung kam dann doch überraschend, grade das Ende habe ich so nicht erwartet, generell war das Buch für mich aber sehr vorhersehbar und ohne größere Überraschung.

Fazit:
Das Buch behandelt eine aktuelle und sehr spannende Thematik, allerdings ist die Umsetzung nicht so gelungen wie erhofft.
Dennoch ein nettes Buch für zwischendurch.