Standard Thriller mit Potential
Die Leseprobe steigt direkt mit einer gewohnten Thriller-Dynamik ein, verzichtet glücklicherweise auf unnötigen Schnörkel und baut schnell eine feuchtkalte, isolierte Küstenatmosphäre auf.
Das Cover ist funktionaler Standard für das Genre – die peitschende Gischt und das dunkle Haus treffen das Setting solide, stechen aber nicht sonderlich heraus. Der Schreibstil liest sich extrem flüssig, verzichtet auf prätentiösen Ballast und bringt die Szenen schnörkellos auf den Punkt. Was das Pacing angeht, zieht der Prolog die Daumenschrauben sofort an, während Kapitel 1 die Entschleunigung nutzt, um Lotta zu etablieren. Sie wirkt als Protagonistin mit ihren Tattoos, Piercings und der Berliner Schnauze erfrischend unglamourös, während der melancholische Fischer Bo als typischer, aber gut funktionierender Gegenpol dient. Einziger Wermutstropfen: Die Aneinanderreihung von Thriller-Tropes – vom beinahe verpassenden Anschlussbus über den unheimlichen Transporter bis hin zu Stromausfall und leermachendem Smartphone-Akku – wirkt stellenweise etwas zu konstruiert.
Ich erwarte einen psychologisch dichten Thriller, der hoffentlich auf echte Abgründe statt billige Jump-Scares setzt. Die Verflechtung von Lottas Kindheitserinnerungen mit dem düsteren Tagebuch-Strang verspricht Substanz, wenn die Auflösung logisch bleibt und die Charaktere konsequent nachvollziehbare Entscheidungen treffen.
Das Cover ist funktionaler Standard für das Genre – die peitschende Gischt und das dunkle Haus treffen das Setting solide, stechen aber nicht sonderlich heraus. Der Schreibstil liest sich extrem flüssig, verzichtet auf prätentiösen Ballast und bringt die Szenen schnörkellos auf den Punkt. Was das Pacing angeht, zieht der Prolog die Daumenschrauben sofort an, während Kapitel 1 die Entschleunigung nutzt, um Lotta zu etablieren. Sie wirkt als Protagonistin mit ihren Tattoos, Piercings und der Berliner Schnauze erfrischend unglamourös, während der melancholische Fischer Bo als typischer, aber gut funktionierender Gegenpol dient. Einziger Wermutstropfen: Die Aneinanderreihung von Thriller-Tropes – vom beinahe verpassenden Anschlussbus über den unheimlichen Transporter bis hin zu Stromausfall und leermachendem Smartphone-Akku – wirkt stellenweise etwas zu konstruiert.
Ich erwarte einen psychologisch dichten Thriller, der hoffentlich auf echte Abgründe statt billige Jump-Scares setzt. Die Verflechtung von Lottas Kindheitserinnerungen mit dem düsteren Tagebuch-Strang verspricht Substanz, wenn die Auflösung logisch bleibt und die Charaktere konsequent nachvollziehbare Entscheidungen treffen.