Düster und absolut spannend 🙈

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rosalinda Avatar

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Schon der Einstieg in dieses Buch hat mich eiskalt erwischt. Der Prolog ist so beklemmend und voller Adrenalin, dass ich förmlich mit der Protagonistin im Schrank gesessen habe, während sie versucht den Eindringling im Haus zu belauschen. Dass es ihr dabei um ein Geheimfach im Schrank geht, hat mich sofort neugierig gemacht, ich muss einfach wissen, was sie dort so verzweifelt versteckt.
Carolin Frey gelingt es meisterhaft, diese unterschwellige Gefahr auch in das erste Kapitel zu tragen, in dem Lotta in dieser frostigen Novembernacht in Geelekow ankommt.
Was mich besonders anspricht, ist die Art, wie die Autorin Lottas Vergangenheit mit der düsteren Gegenwart verknüpft. Es ist faszinierend zu lesen, wie Lotta als Erwachsene in das Ferienhaus ihrer Kindheit zurückkehrt, das für sie einst ein Paradies war, nun aber eher wie ein Mahnmal für ein unaufgearbeitetes Trauma wirkt. Dass sie sich therapeutische Hilfe gesucht hat, um ihre Vergangenheit zu verarbeiten, gibt der Geschichte eine so authentische, psychologische Tiefe, dass ich mich Lotta sehr verbunden fühle.
Bo ist als Charakter noch völlig undurchschaubar für mich. Seine Hilfe wirkt einerseits lebensrettend, andererseits habe ich bei ihm, genau wie Lotta, ständig das Gefühl, dass er mehr weiß, als er zugibt, vor allem, wenn es um das Haus geht. Mich lässt diese Geschichte absolut nicht mehr los, besonders nach diesem mysteriösen Ende der Leseprobe, als Lotta das Gefühl hat, vom Nachbarhaus aus beobachtet zu werden. Ich würde mich unglaublich freuen, dieses Buch schon vorab lesen zu dürfen ☺️