Albtraum im Ferienhaus

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fredhel Avatar

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Schon beim ersten Blick auf Das Krähenzimmer von Carolin Frey wird man neugierig. Das Cover zeigt eine alte Villa, die von tosender Gischt umgeben ist, die nahtlos in düsteren schwarzen Wald übergeht. Der neonschockgrüne Titel sticht sofort ins Auge und steigert die Erwartungen an diesen Debütroman.

Die Geschichte dreht sich um Lotta, eine junge Frau mit psychischen Problemen. Sie sucht eine persönliche Auszeit an der Ostsee in ihrem vertrauten Kindheitsort Geelekow. Doch dort ist nichts mehr wie früher. Das alte Ferienhaus wurde zu einer schicken Nobelherberge umgebaut und die Einheimischen begegnen ihr größtenteils feindlich. Über der gesamten Szenerie liegt eine unheilvolle Atmosphäre. Lotta erhält Drohbriefe und entgeht Mordanschlägen. Sie fühlt sich ständig beobachtet, hört unheimliche Geräusche und sieht Gestalten vorbeihuschen.
Der Erzählrhythmus der Autorin ist dabei sehr gemächlich angelegt. Das Grauen senkt sich beständig auf Lotta herab, aber gerade im Mittelteil entstehen dadurch spürbare Längen.
Für versierte Leser dieses Genres fällt zudem die Auflösung am Ende leider etwas unspektakulär aus.
Die beiden Sprecher der Hörbuchversion, Anne Düe und Tim Gössler machen wieder einen ausgezeichneten Job.
Insgesamt ist das Buch für ein Debüt schon ganz gut umgesetzt, aber es bleibt definitiv noch Luft nach oben. Wegen der genannten Längen ziehe ich einen Stern in meiner Bewertung ab.