Beklemmende und bedrohliche Grundstimmung

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smilla.liest Avatar

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Mit "Das Krähenzimmer" hat Carolin Frey einen spannenden und atmosphärischen Debütroman geschaffen.

Zusammen mit Lotta reisen wir ins winterliche Geelekow, dem Sehnsuchtsort ihrer Kindheit. Doch statt Geborgenheit und Sicherheit erwartet sie in dem kleinen Meeresdorf Angst und Schrecken. Irgendjemand scheint sie zu beobachten und zu verfolgen. Und auch die Dorfbewohner benehmen sich merkwürdig. Wem kann Lotta trauen?

Die Autorin verwebt Stalker- mit Gruselelemente aus der dunklen Vergangenheit des Dorfes und kreiert damit einen gelungenen Spannungsbogen. Das Buch lebt ganz klar von der bedrohlichen Stimmung und der beklemmenden Atmosphäre.

Neben Lottas Perspektive gibt es noch zwei andere unbekannte Erzähler, bei denen man die ganze Zeit rätselt, wer dahinter steckt. Zwischenzeitlich habe ich wirklich alle aus Lottas Freundesgruppe verdächtigt!

Was mich allerdings gestört hat, war Lottas Naivität. Sie schwebt ganz klar in Gefahr und bleibt doch seelenruhig weiter in dem Ferienhaus wohnen. Das war für mich nicht sehr realistisch. Auch ein paar Nebenstränge verlaufen sich leider im Nichts, so dass ein paar Fragen offen bleiben (aber vielleicht ist das auch gewollt?).

Auch wenn ich mit Lotta nicht ganz warm geworden bin, hat mir der Schreibstil, der Storyaufbau und die Auflösung gut gefallen.

Fazit: mit kleinen Abstrichen ist "Das Krähenzimmer" ein gelungener Debütroman, der Lust auf mehr Geschichten von Carolin Frey macht!