Düster, beklemmend und mit Gänsehautgarantie
Mit „Das Krähenzimmer“ legt Carolin Frey ihr Thrillerdebüt vor und hat mich von der ersten Minute an gefesselt. Gehört habe ich die ungekürzte Hörbuchfassung, gesprochen von Anne Düe und Tim Gössler. Die beiden Sprecher haben für mich ganz wesentlich dazu beigetragen, dass sich die düstere und zunehmend beklemmende Atmosphäre so intensiv entfalten konnte und für puren Nervenkitzel und Gänsehautmomente sorgte. Besonders gut gefallen hat mir das Zusammenspiel der beiden Stimmen. Durch die wechselnden Ich-Perspektiven von Lotta und dem Unbekannten bekommt die Geschichte eine ganz eigene Dynamik. Während ich Lotta immer näherkam und ihre Gedanken, Ängste und Zweifel unmittelbar miterleben konnte, brachte die Sicht des Unbekannten eine zusätzliche Ebene der Spannung. Gerade beim Hören habe ich mich dadurch immer wieder gefragt, wem ich eigentlich trauen kann und wer hinter den Ereignissen steckt.
Im Mittelpunkt steht Lotta, die nach einer schwierigen Zeit an einen Ort zurückkehrt, der für sie früher mit den schönsten Erinnerungen verbunden war. Das abgelegene Reetdachhaus hinter den Dünen soll ihr eigentlich Sicherheit und Ruhe geben. Doch schon bald fühlt sich alles fremd und unheimlich an. Lotta hat das Gefühl, beobachtet zu werden. Sie hört Geräusche und immer stärker beschleicht sie der Eindruck, dass sie in dem Haus nicht allein ist. Gleichzeitig verhalten sich die Menschen im Ort merkwürdig und abweisend. Je mehr Lotta über die Vergangenheit des Hauses herausfindet, desto deutlicher wird, dass dort etwas Schreckliches geschehen sein muss. Ein Tagebuch führt sie schließlich auf die Spur einer jungen Frau, die vor ihr in diesem Haus gelebt hat und dort gestorben ist. ...
Was mir besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre. Das Küstensetting, das kleine Dorf, das Reetdachhaus und die abweisenden Menschen und Kinder erzeugen von Anfang an eine unbehagliche Stimmung. Beim Hören hatte ich die Bilder sofort vor Augen und konnte die Kälte und Einsamkeit dieses Ortes regelrecht spüren. Gerade in den ruhigeren Passagen lag für mich eine besondere Spannung, weil man ständig das Gefühl hatte, dass gleich etwas passieren könnte.
Carolin Freys Schreibstil empfand ich als sehr bildhaft und gleichzeitig angenehm direkt. Die Geschichte wird nicht unnötig kompliziert erzählt, sondern entwickelt ihre Spannung Schritt für Schritt. Immer wieder tauchen neue Hinweise auf, die mich zum Miträtseln gebracht haben. Ich hatte während des Hörens zwar verschiedene Vermutungen, war mir aber lange nicht sicher, welche davon tatsächlich in die richtige Richtung führen. Genau dieses ständige Hinterfragen hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.
Auch die Figuren sind vielschichtig gestaltet. Besonders Lotta konnte ich gut nachvollziehen. Sie wirkt verletzlich und verunsichert, ohne dabei schwach zu sein. Ihre persönliche Geschichte fügt sich gut in die Handlung ein und macht verständlich, warum sie gerade an diesen Ort zurückkehrt. Auch die Nebenfiguren bleiben nicht einfach bloße Randfiguren, sondern tragen dazu bei, dass ich immer wieder neue Fragen hatte.
Für mich war „Das Krähenzimmer“ ein Hörbuch, das immer spannender und unheimlicher wurde. Besonders die Kombination aus psychologischer Spannung, düsterem Küstensetting und den wechselnden Perspektiven hat mich überzeugt. Anne Düe und Tim Gössler haben die Geschichte dabei hervorragend zum Leben erweckt und für mich die perfekte akustische Atmosphäre geschaffen.
Ich kann das Hörbuch allen empfehlen, die psychologische Thriller mit einer geheimnisvollen, beklemmenden Atmosphäre mögen und gerne miträtseln. Wer Geschichten liebt, bei denen man sich irgendwann selbst fragt, ob man dem Erlebten wirklich trauen kann, sollte „Das Krähenzimmer“ unbedingt auf die Ohren nehmen.
Für mich ganz klar 5 von 5 Sterne. Ein starkes Thrillerdebüt, das mir beim Hören mehrfach eine Gänsehaut beschert hat.
Im Mittelpunkt steht Lotta, die nach einer schwierigen Zeit an einen Ort zurückkehrt, der für sie früher mit den schönsten Erinnerungen verbunden war. Das abgelegene Reetdachhaus hinter den Dünen soll ihr eigentlich Sicherheit und Ruhe geben. Doch schon bald fühlt sich alles fremd und unheimlich an. Lotta hat das Gefühl, beobachtet zu werden. Sie hört Geräusche und immer stärker beschleicht sie der Eindruck, dass sie in dem Haus nicht allein ist. Gleichzeitig verhalten sich die Menschen im Ort merkwürdig und abweisend. Je mehr Lotta über die Vergangenheit des Hauses herausfindet, desto deutlicher wird, dass dort etwas Schreckliches geschehen sein muss. Ein Tagebuch führt sie schließlich auf die Spur einer jungen Frau, die vor ihr in diesem Haus gelebt hat und dort gestorben ist. ...
Was mir besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre. Das Küstensetting, das kleine Dorf, das Reetdachhaus und die abweisenden Menschen und Kinder erzeugen von Anfang an eine unbehagliche Stimmung. Beim Hören hatte ich die Bilder sofort vor Augen und konnte die Kälte und Einsamkeit dieses Ortes regelrecht spüren. Gerade in den ruhigeren Passagen lag für mich eine besondere Spannung, weil man ständig das Gefühl hatte, dass gleich etwas passieren könnte.
Carolin Freys Schreibstil empfand ich als sehr bildhaft und gleichzeitig angenehm direkt. Die Geschichte wird nicht unnötig kompliziert erzählt, sondern entwickelt ihre Spannung Schritt für Schritt. Immer wieder tauchen neue Hinweise auf, die mich zum Miträtseln gebracht haben. Ich hatte während des Hörens zwar verschiedene Vermutungen, war mir aber lange nicht sicher, welche davon tatsächlich in die richtige Richtung führen. Genau dieses ständige Hinterfragen hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.
Auch die Figuren sind vielschichtig gestaltet. Besonders Lotta konnte ich gut nachvollziehen. Sie wirkt verletzlich und verunsichert, ohne dabei schwach zu sein. Ihre persönliche Geschichte fügt sich gut in die Handlung ein und macht verständlich, warum sie gerade an diesen Ort zurückkehrt. Auch die Nebenfiguren bleiben nicht einfach bloße Randfiguren, sondern tragen dazu bei, dass ich immer wieder neue Fragen hatte.
Für mich war „Das Krähenzimmer“ ein Hörbuch, das immer spannender und unheimlicher wurde. Besonders die Kombination aus psychologischer Spannung, düsterem Küstensetting und den wechselnden Perspektiven hat mich überzeugt. Anne Düe und Tim Gössler haben die Geschichte dabei hervorragend zum Leben erweckt und für mich die perfekte akustische Atmosphäre geschaffen.
Ich kann das Hörbuch allen empfehlen, die psychologische Thriller mit einer geheimnisvollen, beklemmenden Atmosphäre mögen und gerne miträtseln. Wer Geschichten liebt, bei denen man sich irgendwann selbst fragt, ob man dem Erlebten wirklich trauen kann, sollte „Das Krähenzimmer“ unbedingt auf die Ohren nehmen.
Für mich ganz klar 5 von 5 Sterne. Ein starkes Thrillerdebüt, das mir beim Hören mehrfach eine Gänsehaut beschert hat.