đ In Geelekow lauert das Grauen đŠââŹ
Schon das Cover von âDas KrĂ€henzimmerâ hat mich neugierig gemacht. Das einsame Haus, die peitschende Gischt und die dĂŒstere KĂŒstenstimmung wirken bedrohlich und dann dieser knallig-neongelbe Farbschnitt! Ein ungewöhnlicher Kontrast, der das DĂŒstere perfekt aufbricht.
Lotta, die Protagonistin erinnert sich an ihre glĂŒcklichen Sommerferien in Geelekow und das Ferienhaus âSturmmöweâ. Hals ĂŒber Kopf reist sie im November von Berlin dorthin, da sie auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort ist. Doch schon am Bahnhof wartet die erste Ăberraschung, kein Bus, kein Taxi und ein Ort, der verlassen und seltsam abweisend wirkt. Zum GlĂŒck findet sie eine Mitfahrgelegenheit. Aber spĂ€testens im Haus hinter den DĂŒnen stellt sich dem Leser die Frage: "Ist sie hier wirklich sicher?"
Lotta selbst war fĂŒr mich ein schwieriger Charakter. Ihr Denken und Handeln erschienen mir durchweg naiv und nicht logisch nachvollziehbar. Sympathisch war mir deshalb eigentlich keiner der Figuren so richtig. DafĂŒr gelingt es Carolin Frey hervorragend, Misstrauen zu sĂ€en. Immer wieder tun sich neue VerdĂ€chtige auf und kaum glaubt man, jemanden durchschaut zu haben, wird man schon wieder auf eine andere FĂ€hrte gelockt.
Besonders gut gefallen hat mir der flĂŒssige und atmosphĂ€rische Schreibstil. Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen erzĂ€hlt, einmal aus Lottas Ich-Perspektive, durch die TagebucheintrĂ€ge und durch die unheimlichen Regeln des TĂ€ters. Gerade diese Wechsel haben fĂŒr zusĂ€tzliche Spannung gesorgt und mich immer wieder rĂ€tseln lassen.
Die dĂŒstere Stimmung entsteht vor allem durch die stĂ€ndige Bedrohung, die unheimlichen Ereignisse und die Geheimnisse, die tief in der Vergangenheit des Ortes und der Menschen verborgen liegen. Geelekow wird dabei fast selbst zu einer Figur. Das Meer, die Einsamkeit, das Haus und die krĂ€chzenden KrĂ€hen erzeugen eine beklemmende AtmosphĂ€re, bei der man beim Lesen stĂ€ndig das GefĂŒhl hat, dass gleich etwas passieren könnte. Und genau deshalb wollte ich das Buch trotz einiger LĂ€ngen im Mittelteil kaum aus der Hand legen.
Allerdings verliert sich die Handlung zwischendurch etwas zu sehr in Nebenfiguren und Nebenhandlungen. FĂŒr mich nahm das dem Thriller stellenweise etwas Tempo. Auch im Showdown waren fĂŒr mich einige Details nicht ganz schlĂŒssig. Nach dem langen Spannungsaufbau hatte ich mir hier ehrlich gesagt noch etwas mehr erhofft. Die Auflösung selbst bringt schlieĂlich Licht ins Dunkel und fĂŒhrt die offenen FĂ€den alle zusammen.
Fazit: ââââ 4 von 5 Sternen fĂŒr âDas KrĂ€henzimmerâ ein intensives und vor allem atmosphĂ€risch starkes ThrillerdebĂŒt, das weniger durch blutige Effekte als durch seine beklemmende Stimmung und psychologische Spannung lebt. Carolin Frey versteht es meisterhaft, Zweifel zu sĂ€en, falsche FĂ€hrten zu legen und ihre Leser immer wieder glauben zu lassen, sie hĂ€tten den TĂ€ter durchschaut. FĂŒr Fans von dĂŒsteren KĂŒstenkrimis definitiv empfehlenswert.
Lotta, die Protagonistin erinnert sich an ihre glĂŒcklichen Sommerferien in Geelekow und das Ferienhaus âSturmmöweâ. Hals ĂŒber Kopf reist sie im November von Berlin dorthin, da sie auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort ist. Doch schon am Bahnhof wartet die erste Ăberraschung, kein Bus, kein Taxi und ein Ort, der verlassen und seltsam abweisend wirkt. Zum GlĂŒck findet sie eine Mitfahrgelegenheit. Aber spĂ€testens im Haus hinter den DĂŒnen stellt sich dem Leser die Frage: "Ist sie hier wirklich sicher?"
Lotta selbst war fĂŒr mich ein schwieriger Charakter. Ihr Denken und Handeln erschienen mir durchweg naiv und nicht logisch nachvollziehbar. Sympathisch war mir deshalb eigentlich keiner der Figuren so richtig. DafĂŒr gelingt es Carolin Frey hervorragend, Misstrauen zu sĂ€en. Immer wieder tun sich neue VerdĂ€chtige auf und kaum glaubt man, jemanden durchschaut zu haben, wird man schon wieder auf eine andere FĂ€hrte gelockt.
Besonders gut gefallen hat mir der flĂŒssige und atmosphĂ€rische Schreibstil. Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen erzĂ€hlt, einmal aus Lottas Ich-Perspektive, durch die TagebucheintrĂ€ge und durch die unheimlichen Regeln des TĂ€ters. Gerade diese Wechsel haben fĂŒr zusĂ€tzliche Spannung gesorgt und mich immer wieder rĂ€tseln lassen.
Die dĂŒstere Stimmung entsteht vor allem durch die stĂ€ndige Bedrohung, die unheimlichen Ereignisse und die Geheimnisse, die tief in der Vergangenheit des Ortes und der Menschen verborgen liegen. Geelekow wird dabei fast selbst zu einer Figur. Das Meer, die Einsamkeit, das Haus und die krĂ€chzenden KrĂ€hen erzeugen eine beklemmende AtmosphĂ€re, bei der man beim Lesen stĂ€ndig das GefĂŒhl hat, dass gleich etwas passieren könnte. Und genau deshalb wollte ich das Buch trotz einiger LĂ€ngen im Mittelteil kaum aus der Hand legen.
Allerdings verliert sich die Handlung zwischendurch etwas zu sehr in Nebenfiguren und Nebenhandlungen. FĂŒr mich nahm das dem Thriller stellenweise etwas Tempo. Auch im Showdown waren fĂŒr mich einige Details nicht ganz schlĂŒssig. Nach dem langen Spannungsaufbau hatte ich mir hier ehrlich gesagt noch etwas mehr erhofft. Die Auflösung selbst bringt schlieĂlich Licht ins Dunkel und fĂŒhrt die offenen FĂ€den alle zusammen.
Fazit: ââââ 4 von 5 Sternen fĂŒr âDas KrĂ€henzimmerâ ein intensives und vor allem atmosphĂ€risch starkes ThrillerdebĂŒt, das weniger durch blutige Effekte als durch seine beklemmende Stimmung und psychologische Spannung lebt. Carolin Frey versteht es meisterhaft, Zweifel zu sĂ€en, falsche FĂ€hrten zu legen und ihre Leser immer wieder glauben zu lassen, sie hĂ€tten den TĂ€ter durchschaut. FĂŒr Fans von dĂŒsteren KĂŒstenkrimis definitiv empfehlenswert.