Mit gemischten Gefühlen

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butterfly72 Avatar

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Lotta sucht nach einer schwierigen Zeit einen Neuanfang in einem Ostseeort in Mecklenburg-Vorpommern. Doch statt der erhofften Ruhe begegnen ihr unheimliche Ereignisse und dunkle Geheimnisse, die sie zunehmend an ihrer eigenen Wahrnehmung zweifeln lassen.

Ich hatte mir von "Das Krähenzimmer" einen atmosphärischen Psychothriller versprochen, wurde insgesamt aber nicht ganz von der Geschichte abgeholt.

Im Mittelpunkt steht Lotta, die nach einer schwierigen Zeit an einen Ort zurückkehrt, mit dem sie schöne Erinnerungen verbindet. Sie hofft auf Ruhe und einen Neuanfang, doch nach und nach fühlt sie sich immer unwohler. Merkwürdige Vorkommnisse, die Geheimnisse des Hauses und das Verhalten der Menschen vor Ort lassen Zweifel aufkommen. Lotta beginnt, ihre eigene Wahrnehmung infrage zu stellen, und man fragt sich, was tatsächlich hinter allem steckt. Diesen Ansatz fand ich interessant, denn gerade bei einem Psychothriller mag ich es, wenn man als Leser nicht genau weiß, wem man vertrauen kann. Trotzdem konnte mich die Geschichte emotional nicht so mitnehmen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Ein Ferienort an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern? Da war ich direkt neugierig und da ich selbst aus diesem Bundesland komme, fand ich den regionalen Bezug besonders schön. Die Ostsee hat für mich einfach einen ganz eigenen Charme, und die Vorstellung, dass sich hinter der idyllischen Urlaubskulisse dunkle Geheimnisse verbergen, fand ich richtig reizvoll. Besonders der Kontrast hat mir gefallen. Das Setting war definitiv einer der Gründe, weshalb ich zu diesem Buch greifen wollte, und für mich persönlich ein echtes Highlight.

Die unheimliche Stimmung kommt gut herüber, und die Grundidee bietet durchaus Potenzial. Beim Lesen fehlte mir allerdings der durchgehende Sog, der mich dazu bringt, immer weiterlesen zu wollen. Ich hatte auf mehr Spannung und überraschende Wendungen gehofft, die mich stärker mitfiebern lassen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ihre Möglichkeiten nicht ganz ausschöpft. Vielleicht waren meine Erwartungen im Vorfeld auch einfach zu hoch.

Fazit: "Das Krähenzimmer" konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Trotz der gelungenen Kulisse fehlte mir beim Lesen das gewisse Etwas, um wirklich mit der Geschichte mitzufiebern.