Richtig packend

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nähpummelchen Avatar

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Das Krähenzimmer war für mich nach längerer Zeit mal wieder ein Thriller, der mich wirklich mitgenommen und nicht mehr losgelassen hat. Schon von Lottas Ankunft am Bahnhof an war ich gespannt, wie sie überhaupt an ihr Ziel kommen würde. Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt, zieht sich von Anfang an durch die Geschichte und hat mich sofort gepackt.

Auch die Unterkunft selbst trägt viel zur beklemmenden Atmosphäre bei: ein großes, verlassen wirkendes Haus, in dem nach und nach immer bizarrere, gefährlichere und bedrohlichere Dinge passieren. Besonders stark fand ich dabei Lotta als Protagonistin. Sie lässt sich von den merkwürdigen Ereignissen zunächst überhaupt nicht beeindrucken und wirkt fast angstresistent. Dabei ist sie angenehm klischeefrei – keine hysterische oder völlig kopflose Heldin, sondern eine Frau, die die Dinge zunächst beobachtet und sich ihren eigenen Reim darauf macht. Erst als die Geschehnisse immer offensichtlicher und tatsächlich bedrohlich werden, lässt sich auch ihre Ruhe nicht mehr aufrechterhalten.

Sehr gut gefallen hat mir außerdem die Erzählung aus zwei Perspektiven. Dadurch bekam die Geschichte zusätzliche Spannung und ich wollte immer wissen, wie die beiden Handlungsstränge zusammengehören und was sich dahinter verbirgt.

Die Atmosphäre, die zunehmende Bedrohung und die vielen offenen Fragen haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Besonders schön fand ich, dass die Spannung nicht irgendwann abfällt, sondern tatsächlich bis zur letzten Seite erhalten bleibt.

Für mich ein richtig starker Thriller, der mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen hat.