Ein neuer Stern?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
frie Avatar

Von

Ana lebt in Deutschland. Nach dem Tod ihres Vaters und jahrelangen Klagen, soll der alte Besitz wieder an die Familie zurückgehen.
Ana reist nach Rumänien, um das Pfauengemälde zu finden, von dem ihr Vater immer gesprochen hat.
Sie trifft auf die unüberschaubar große Familie und muss sich mit der Bürokratie auseinandersetzen. Wird sie das Bild zurück erhalten?
Bidian schafft es, mit ihrer bildhaften Sprache, mir als Leserin Lust auf das Land und die Leute zu machen. Verwirrung wie in Anas Kopf findet sich auch bei mir, ob der vielen Verwandten und der Zustände auf den Ämtern und besonder bei der Überlagerung von verschiedenen zeitlichen Ebenen. Es findet sich eine Art Dreiecksgeschichte, die für die eigentliche Handlung m.E. keine Bedeutung hat. Stark sind die Szenen, die die Behandlung von Gegnern während der Diktatur beschreiben, oder das Wagnis, auf Demos mehr Freiheit zu fordern. Manche Episoden erscheinen mir konstruiert und deshalb nicht glaubhaft.
Genial ist für mich die Auflösung zum Thema Pfauengemälde.
Abschließend kann ich nicht einschätzen, ob dieses Erstlingswerk ein Zufallstreffer ist oder wir miterleben, wie Maria Bidian ein aufsteigender Stern am Literaturhimmel wird.
4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die etwas über Rumänien wissen wollen und Familiengeschichten mögen.