Thriller, der unter die Haut geht

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Schon die optische Gestaltung des Buches ist ein absolutes Highlight und fängt die Essenz des Nordic-Noir-Genres perfekt ein. Das minimalistische, aber ungemein ausdrucksstarke Design strahlt eine subtile, bedrohliche Kälte aus. Die geschickt gewählten Farben und Symbole erzeugen augenblicklich eine melancholische, geheimnisvolle Stimmung. Es ist ein Cover, das im Buchladen sofort ins Auge sticht, die Neugier weckt und visuell genau das verspricht, was die Geschichte hält: einen tiefgründigen, hochkarätigen Kriminalroman, der unter die Haut geht.
Selten gelingt einem Thriller ein so fulminanter und gleichzeitig eleganter Start. Die Geschichte wirft uns direkt ins Schweden des Jahres 1993. Vallgren fackelt nicht lange und konfrontiert uns sofort mit einem hochemotionalen und schockierenden Fund: Eine junge Frau treibt tot in einem abgelegenen Fluss, gezeichnet von Spuren einer grausamen Gefangenschaft.Was diese ersten 23 Seiten so außergewöhnlich gut macht, ist Vallgrens unnachahmlicher Schreibstil. Statt auf billige Schockeffekte zu setzen, baut er eine tief melancholische, dichte Atmosphäre auf. Die schier endlosen, düsteren schwedischen Wälder werden fast selbst zu einer lebendigen Figur im Buch. Mittendrin steht der brillante, aber vom Schicksal gezeichnete Kommissar Björling. Seine Einführung ist psychologisch tiefgründig und macht ihn sofort zu einem hochspannenden, empathischen Ermittler, mit dem man als Leser augenblicklich mitfühlt.