Tolle Nordic-Noir-Stimmung

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justart Avatar

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Die Leseprobe hat bei mir sofort dieses düstere, nordische Krimi-Gefühl ausgelöst. Allein das Setting in Schweden Anfang der 90er wirkt kalt, einsam und irgendwie bedrückend, was gut zu der Geschichte passt. Besonders stark fand ich den Kontrast zwischen dem eigentlichen Mordfall und dem persönlichen Schicksal von Björling. Dadurch wirkt es nicht wie ein gewöhnlicher Krimi, sondern eher wie etwas, das emotional deutlich schwerer wiegt.

Die Beschreibung der unbekannten jungen Frau macht direkt neugierig und erzeugt sofort Bilder im Kopf. Dass sie keine Identität hat und der Wald praktisch jede Spur verschluckt, gibt der Geschichte etwas Hoffnungsloses. Gleichzeitig kommt mit dem Verschwinden der Tochter sofort noch mehr Spannung dazu. Ab diesem Punkt hatte ich direkt das Gefühl, dass die Handlung sehr intensiv und wahrscheinlich auch ziemlich emotional wird.

Was ich gut finde, ist, dass man schnell versteht, was für ein Mensch Björling ist. Der Satz darüber, dass Malin alles ist, was ihn nach dem Tod seiner Frau am Leben hält, macht ihn sofort greifbar. Dadurch fühlt sich die Gefahr persönlicher an und nicht nur wie „der Ermittler bearbeitet einen Fall“. Man merkt direkt, dass er etwas zu verlieren hat.

Die Leseprobe klingt insgesamt nach einem eher ernsten, atmosphärischen Thriller, der wahrscheinlich weniger auf Action setzt und mehr auf Spannung, Psychologie und Vergangenheit. Besonders das Ende mit der Andeutung, dass ihn die Suche „um den Verstand zu bringen droht“, macht neugierig darauf, wie weit die Geschichte emotional und psychisch geht.

Als kleiner Eindruck aus Sicht eines normalen Lesers würde ich sagen: Es klingt spannend und ziemlich packend, aber auch düster und belastend. Genau das dürfte aber für viele der Reiz sein. Ich hätte nach dieser Beschreibung auf jeden Fall das Gefühl, zumindest die ersten Kapitel lesen zu wollen.