Magische Geschichte für Jung und Alt

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becky bloomwood Avatar

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Als Lehrling hat man es nicht leicht - schon gar nicht im Jahr 1665, wo die Prügelstrafe gang und gäbe ist. Doch der junge Christopher Rowe hat es mit seinem Meister Benedict Blackthorn gut getroffen, ist dieser doch beinahe wie ein Vater für den Waisenjungen. Und auch wenn Christopher mal wieder eine Dummheit mit seinem besten Freund Tom begangen hat (z.B. Schießpulver herstellen) wird Meister Benedict nicht handgreiflich. Aber dann geschehen unheimliche Morde und die Gefahr macht auch vor Blackthorns Apotheke nicht Halt. Bald muss auch Christopher um sein Leben kämpfen.

Kevin Sands "Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten" ist ein großer Lesespaß. Obwohl das Fantasy-Buch für Kinder/Jugendliche ist, werden auch erwachsene Leser auf ihre Kosten kommen. So ging es zumindest mir. Kevin Sands Schreibstil ist flüssig, locker und spannend. Es ist kein Problem, das Buch in einem Rutsch durchzulesen, da die Geschichte von Anfang an fesselt. Die Charaktere sind toll beschrieben. Christopher und Tom wachsen einem schnell ans Herz und gerade, wenn Christopher auf sich allein gestellt ist, bangt man um ihn. Auch die anderen Figuren sind sympathisch bzw. richtig unsympathisch!

Die magische Geschichte spart nicht mit Blut und Gewalt - einiges ist ganz schön detailliert beschrieben - mögen junge Leser so was? Dazu gesellt sich jede Menge Spannung und Rätselraten, Codes müssen geknackt und geheime Türen geöffnet werden. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Der Beginn der Geschichte, wo Christopher von der "dämlichsten Idee, die die Welt je gesehen hat" erzählt, ist witzig beschrieben - ich musste oft schmunzeln.

"Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten" ist ein toller Fantasy-Roman, der nicht nur junge Leser begeistert. Ich bin gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt. Genügend Stoff gäbe es sicherlich.