Episch
Seit 2019 und „Der Patriot“ bin ich ein großer Fan von Pascal Engman. „Der Clan - Die Straße“ ist der Auftakt einer neuen Trilogie, die in einem Vorort Stockholms verortet ist. Es geht um Clankriminalität, wie Banden entstehen und Fuß fassen.
Im Mittelpunkt stehen Josef und Antonia. Sie sind am selben Tag, im selben Jahr geboren. Josef ist der Sohn einer alleinerziehenden Mutter mit ausländischen Wurzeln, der von Anfang an mit anpacken muss. Antonia wächst behütet in einer bürgerlichen Familie auf, scheinbar in Sicherheit.
Während Josef in den Sog des Mansour-Clans gerät und mit Drogen dealt, um seine Schulden und die seiner Mutter zu bezahlen, wird Antonia gemobbt und von einem Stalker bedroht.
Und dann ist da noch der Polizist Hjalmar, der mit anschauen muss, wie die Gewalt mit jedem Tag eskaliert. Immer mehr Kriminelle, die Drogen nehmen: „Wandelnde Zombies mit Waffen in der Hand.“
„Der Clan“ ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Dennoch hochspannend. Ein Epos über die zunehmende Bandenkriminalität in Schweden im 21. Jahrhundert.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. „Der Clan“ ist auch ein Buch, das Ehrenmorde, familiäre Beziehungen, persönliche Lebensumstände und die Liebe thematisiert.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit Josef, Antonia und der Familie Mansour weitergeht. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Der Clan - Die Regeln“, die Anfang 2027 erscheinen soll.
Fazit: Packender Auftakt einer Thriller-Trilogie. Brandaktuell, realistisch und beklemmend.