Berührend und tiefgründig

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regina1960 Avatar

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"Einsiedlersommer" hat mich sehr beeindruckt. Von der ersten Zeile an. Es beginnt mit einem seltenen Käfer, dem Eremitenkäfer, der droht in Norwegen, in der gesamten Welt, auszusterben. Interessant, war mir nicht bekannt. So leitet die Buchautorin Anne Sverdrup-Thygeson, Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften, ihr Buch ein, und ich dachte zunächst, es handle sich hier um ein Sachbuch. Doch dann geht es gleich ganz emotional weiter. Die Biologin Eva verläßt mit Hund, ohne Rücksprache mit ihrem Mann, Oslo. Für einen Sommer möchte sie in einem Dorf in Vestfold den Eremitenkäfer finden, der dort gesichtet wurde. Doch hinter dieser Suche steckt so viel mehr, Eva möchte mit dieser "Auszeit" auch ein Erlebnis verarbeiten, das sehr traumatisch für sie war. Sie hat ein totes Kind geboren, und diese Trauer überschattet ihr Leben verständlicherweise und sie scheint diese Einsamkeit gewählt zu haben, um mit sich ins Reine zu kommen. Doch ganz alleine ist sie in Vestvold anscheinend nicht, denn sie sieht eines morgens die betagte Olga, wie sie ihr morgendliches Bad am Wasser nimmt. Diese Begegnung wird mit Sicherheit eine große Rolle für Olgas Aufenthalt spielen, davon bin ich überzeugt. Leider endete hier die Leseprobe, die mich sehr begeistert hat, da toll und intensiv geschrieben. Ich konnte mich besonders in die Gefühlswelt von Eva sehr gut einfinden. Das Cover ist passend gewählt, zwar nichts Besonderes aber macht irgendwie neugierig, da es Spekulationen auf den Inhalt zuläßt.