Solide Romantasy!
Der Schreibstil von Sandra Regnier ist angenehm flüssig, sodass ich schnell in die Geschichte reingekommen bin. Gleichzeitig gibt es aber ein großes Problem: Viele Gedanken, Gespräche und Informationen wiederholen sich ständig. Das hat den Lesefluss für mich ziemlich gebremst und wurde auf Dauer einfach anstrengend.
Die Grundidee der Geschichte finde ich wirklich spannend. Die Verbindung zwischen der normalen Welt und Annwn sowie die verschiedenen Wesen bieten unglaublich viel Potenzial. Auch die Atmosphäre im Nachtreich ist gelungen. Das Reich ist schön, aber gleichzeitig merkt man immer, dass es ein gefährlicher, düsterer Ort ist, in dem nicht alles so harmlos ist, wie es auf den ersten Blick wirkt.
Leider gibt es eine zweite Sache, die mich doch sehr gestört hat. Es werden unglaublich viele Storystränge und Konflikte angerissen, aber kaum etwas wird wirklich zu Ende geführt. Immer wieder hatte ich das Gefühl: Jetzt passiert endlich was, jetzt wird’s interessant, jetzt reden die Figuren mal Klartext und dann wird es plötzlich abgebrochen, vertagt und einfach nicht weiter vertieft. Dieses ständige „Wir reden später darüber“ oder das Ausweichen vor wichtigen Gesprächen hat mich irgendwann nur noch frustriert. Für mich hat sich das weniger nach Spannungsaufbau angefühlt, sondern eher nach verpasster Chance.
Auch Letty ist eine Figur, bei der ich zwiegespalten bin. An sich mag ich sie. Einerseits ist sie mutig, hat Ecken und Kanten und wirkt dadurch authentisch. Andererseits ist ihr Verhalten oft widersprüchlich. Sie wird als starke, kampferprobte Spionin dargestellt, wirkt in entscheidenden Momenten dann aber plötzlich unsicher oder überfordert. Klar, Angst gehört dazu aber hier hat mir entweder eine klarere Entwicklung oder eine konsistentere Darstellung gefehlt.
Will mochte ich dagegen sehr gern. Er ist ruhig, loyal und bringt durch seine inneren Konflikte eine schöne Tiefe mit rein. Besonders seine Zerrissenheit zwischen Loyalität und eigenen Gefühlen fand ich gut dargestellt. Die Beziehung zwischen ihm und Letty entwickelt sich langsam und authentisch.
Spannung ist durchaus vorhanden, aber insgesamt zieht sich die Handlung an einigen Stellen bzw. wirkt teilweise etwas ziellos. Das Buch hat viele gute Ansätze, nutzt sie aber nicht konsequent aus.
Das Ende setzt einen kleinen Cliffhanger und macht neugierig auf den nächsten Band. Trotz der Kritikpunkte kann ich mir vorstellen weiterzulesen, einfach weil mich interessiert, wie sich die Welt und die Charaktere noch entwickeln. Denn an sich ist es nun mal eine spannende Grundidee.
Kein Highlight, aber ein solides Buch für zwischendurch.
Die Grundidee der Geschichte finde ich wirklich spannend. Die Verbindung zwischen der normalen Welt und Annwn sowie die verschiedenen Wesen bieten unglaublich viel Potenzial. Auch die Atmosphäre im Nachtreich ist gelungen. Das Reich ist schön, aber gleichzeitig merkt man immer, dass es ein gefährlicher, düsterer Ort ist, in dem nicht alles so harmlos ist, wie es auf den ersten Blick wirkt.
Leider gibt es eine zweite Sache, die mich doch sehr gestört hat. Es werden unglaublich viele Storystränge und Konflikte angerissen, aber kaum etwas wird wirklich zu Ende geführt. Immer wieder hatte ich das Gefühl: Jetzt passiert endlich was, jetzt wird’s interessant, jetzt reden die Figuren mal Klartext und dann wird es plötzlich abgebrochen, vertagt und einfach nicht weiter vertieft. Dieses ständige „Wir reden später darüber“ oder das Ausweichen vor wichtigen Gesprächen hat mich irgendwann nur noch frustriert. Für mich hat sich das weniger nach Spannungsaufbau angefühlt, sondern eher nach verpasster Chance.
Auch Letty ist eine Figur, bei der ich zwiegespalten bin. An sich mag ich sie. Einerseits ist sie mutig, hat Ecken und Kanten und wirkt dadurch authentisch. Andererseits ist ihr Verhalten oft widersprüchlich. Sie wird als starke, kampferprobte Spionin dargestellt, wirkt in entscheidenden Momenten dann aber plötzlich unsicher oder überfordert. Klar, Angst gehört dazu aber hier hat mir entweder eine klarere Entwicklung oder eine konsistentere Darstellung gefehlt.
Will mochte ich dagegen sehr gern. Er ist ruhig, loyal und bringt durch seine inneren Konflikte eine schöne Tiefe mit rein. Besonders seine Zerrissenheit zwischen Loyalität und eigenen Gefühlen fand ich gut dargestellt. Die Beziehung zwischen ihm und Letty entwickelt sich langsam und authentisch.
Spannung ist durchaus vorhanden, aber insgesamt zieht sich die Handlung an einigen Stellen bzw. wirkt teilweise etwas ziellos. Das Buch hat viele gute Ansätze, nutzt sie aber nicht konsequent aus.
Das Ende setzt einen kleinen Cliffhanger und macht neugierig auf den nächsten Band. Trotz der Kritikpunkte kann ich mir vorstellen weiterzulesen, einfach weil mich interessiert, wie sich die Welt und die Charaktere noch entwickeln. Denn an sich ist es nun mal eine spannende Grundidee.
Kein Highlight, aber ein solides Buch für zwischendurch.